Alle News
kompetenzz beim 3. Gleichstellungstag
Mit über 1.000 Teilnehmenden, rund 40 Ständen auf der Fachmesse und mehr als 50 Panels, Workshops und Bühnenbeiträgen bot der 3. Gleichstellungstag vielfältige Möglichkeiten, Einblicke in die eigene Arbeit für mehr Chancengerechtigkeit zu geben, Wissen zu teilen und Erfahrungen auszutauschen.
Die kompetenzz-Mitarbeiterinnen Arzu Sahin, Julia Meyer und Ines Großkopf gemeinsam mit der Dr.'in Ulla Weber, Beisitzerin im Vorstand von kompetenzz (v.l.) | Bild: kompetenzz.de
kompetenzz nutzte diese Gelegenheit und war mit zwei Projekten auf der Fachmesse vertreten: dem Metavorhaben "Innovative Frauen im Fokus" (meta-IFiF) und der Initiative Klischeefrei. Beide Projekte präsentierten ihre Arbeit an einem eigenen Stand.
Nach der Begrüßung durch das Direktorium der Bundesstiftung Gleichstellung, Lisi Maier und Dr. Arn Sauer, eröffnete Prof. Dr. Enzo Weber, Wirtschaftswissenschaftler und Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), den Tag mit einer Keynote zu gleichstellungspolitischen Entwicklungen und Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. In ihrem anschließenden Grußwort betonte Mareike Wulf, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass Gleichstellung kein Selbstzweck, sondern ein Verfassungsauftrag sei.
Im Anschluss öffnete die Fachmesse ihre Türen. Am Stand des Metavorhabens meta-IFiF drehte sich alles um das Thema Sichtbarkeit. Sie ist eine zentrale Voraussetzung für Chancengerechtigkeit: Denn nur wer sichtbar ist, wird wahrgenommen, und nur so finden Ideen, Perspektiven und Impulse Gehör und nur so erfahren Leistungen angemessene Anerkennung.
Ines Großkopf (kompetenzz) und Julia Meyer (kompetenzz) hatten eine Vielzahl an Informationsmaterialien zu den 36 Projekten der Förderlinie "Innovative Frauen im Fokus" im Gepäck. Sie informierten über die vielfältigen Forschungsergebnisse und erprobten Maßnahmen der Projekte, mit denen Frauen in Wissenschaft, Forschung und Innovation sichtbarer gemacht werden. Das Themenspektrum reicht von psychologischen Einflussfaktoren auf Sichtbarkeit und bestehenden Gender Gaps über KI-Biases bis hin zu Fragen der ökologischen Transformation und Nachhaltigkeit. Auch Ansätze für eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen in MINT-Bereichen mit weiterhin geringem Frauenanteil wurden vorgestellt.
Am Stand der Initiative Klischeefrei informierten Arzu Şahin (kompetenzz) und Vaclav Demling (BIBB) über die zahlreichen praxisnahen Angebote der Initiative. Dazu gehören die Methodensets "Klischeefrei fängt früh an" für die Kita, "Klischeefrei durch die Grundschule" mit den beliebten Oma-Eda-Büchern, die auch als E-Books und Hörbücher in mehreren Sprachen verfügbar sind, sowie "Klischeefrei macht Schule". In den Gesprächen mit den Standbesucher*innen wurde deutlich: Klischees wirken nicht nur bei der Berufswahl. Sie prägen auch, wer zu Hause welche Aufgaben übernimmt, wer Sorgearbeit leistet und wie unbezahlte Arbeit verteilt ist.
Darüber hinaus nahmen die kompetenzz-Kolleginnen an verschiedenen Workshops teil. Sowohl dort als auch im Austausch mit den Besucher*innen an den beiden Messeständen entstanden zahlreiche anregende Gespräche sowie neue Anknüpfungspunkte für Vernetzung und zukünftige Zusammenarbeit.