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Energiegeladen in die Zukunft – neue Broschüre erschienen

Wie können wir unsere Energieversorgung so umbauen, dass sie nachhaltig und klimaverträglich ist und uns unabhängig von fossilen Brennstoffen macht?

Cover der Energie-Broschüre | Bild: kompetenzz

Eine neue Broschüre des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. gibt einen Überblick über die spannenden Ausbildungs-, Studien- und Berufsmöglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren Energien und ermutigt Schüler*innen, in das Zukunftsfeld Energie einzusteigen.   

Der Klimawandel und die Importabhängigkeit Deutschlands von fossilen Energieträgern führen uns deutlich vor Augen, dass wir unseren Energiebedarf in Zukunft nachhaltig decken müssen. Die Erneuerbaren Energien und ihr Einsatz bekommen vor diesem Hintergrund eine wegweisende Bedeutung. Mit der Broschüre "Energiegeladen in die Zukunft" bietet kompetenzz einen ersten Einstieg in das vielfältige berufliche Themenfeld der Erneuerbaren Energien.

Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie werden vorgestellt und die Einstiegsmöglichkeiten über Ausbildung und Studium aufgezeigt. Zentral ist dabei die Vorstellung weiblicher Rollenvorbilder. Sie berichten von ihrem Alltag in Ausbildung, Studium und Beruf, von spannenden Projekten, technischen Errungenschaften, ihrem beruflichen Werdegang und ihren Zielen.

Alina Richter beispielsweise hat Luft- und Raumfahrttechnik studiert und kann ihre Kenntnisse zum Thema Brennstoffzellentechnologie jetzt optimal im Bereich Elektromobilität einbringen.

Wie wichtig Praktika sind, um herauszufinden in welche Richtung man sich beruflich entwickeln möchte, zeigt das Beispiel von Fenna Janßen. Sie hat nach dem Abitur am Niedersachsen-Technikum teilgenommen und dabei ihre Leidenschaft für die Windenergie entdeckt.

Die Unternehmerin Catherine Adelmann wiederum macht sich die Sonnenenergie zunutze, um kostengünstige, hochwertige Solarsysteme zu produzieren, die überall dort zum Einsatz kommen können, wo Menschen noch keinen Zugang zu elektrischer Energie haben.

Welche Potenziale zur Erzeugung regenerativer Energien in der Wasserkraft und der Geothermie – der Wärme aus dem Erdinneren – stecken, beschreiben Anna Wilmink und Alina Ermertz.

In einem weiteren Kapitel geht es um die Nutzung von Biomasse. Im zugehörigen Interview berichtet Prof. Dr. Andrea Kruse über den Studiengang "Nachhaltige Rohstoffe und Bioenergie". Die Professorin selbst forscht an zukunftsweisenden Verfahren zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe, zum Beispiel an umweltfreundlichen, wiederaufladbaren Natrium-Ionen-Batterien, für die aus Abfall-Biomasse Elektroden hergestellt werden. 

Der lange Weg in die Steckdose 

Im zweiten Teil der Broschüre wird darauf eingegangen, wie wichtig neben einer nachhaltigen Energieerzeugung auch die Verteilung und Speicherung der Energie ist. Die regenerativ erzeugte Energie muss buchstäblich den Weg in die Steckdose finden, Energieschwankungen durch ein Über- oder Unterangebot – beispielsweise, wenn der Wind nicht weht und die Sonnen nicht scheint – müssen dabei durch andere Quellen beziehungsweise Speicher gedeckt werden.

Auch und gerade in diesen Bereichen bieten sich zukunftsweisende und gesellschaftlich relevante Jobperspektiven: Ausgebildete Fachkräfte sind hier ebenso gefragt, wie Forscher*innen, die daran mitwirken, klimafreundliche Technologien weiterzuentwickeln, zu erproben und auszubauen.

In der Broschüre erzählen eine Auszubildende zur Elektronikerin für Betriebstechnik und eine Wasserstoffexpertin davon, wie wichtig der Ausbau intelligenter Stromnetze ist, beziehungsweise wie Wasserstoff als Speichermedium für regenerativ erzeugte Energie genutzt werden kann.  

Die facettenreichen Porträts werden durch jede Menge Hintergrundinformationen zu den einzelnen Fachgebieten, Hinweisen zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten sowie Tipps und Links zur vertiefenden Lektüre ergänzt.  

Die Broschüre eignet sich hervorragend als Ergänzung für den Unterricht oder im Rahmen der Berufs- und Studienwahlorientierung. Sie kann als pdf abgerufen werden.