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Selbstwirksamkeit und Berufswahl

Lesen Sie im Themendossier „Digitale Kompetenzen“ der Initiative Klischeefrei, welche Rolle der Faktor Selbstwirksamkeit bei der Berufswahl spielt.

Die Entscheidung für einen Beruf setzt voraus, dass sich die Person diesen Beruf zutraut. Diese Selbstwirksamkeitserwartung wird aber durch Geschlechterstereotype negativ beeinflusst. Gendersensible Ansätze im Unterricht können dem sogenannten „stereotype threat“ entgegenwirken.

Die Tatsache, dass junge Frauen nach wie vor seltener technische Berufe ergreifen als junge Männer, wird häufig auf das unterschiedliche Interesse und auch auf die den Geschlechtern zugeschriebenen Fähigkeiten zurückgeführt.

Untersuchungen wie die ICILS (International Computer and Information Literacy Study) aus dem Jahr 2019 zeigen, dass sich junge Frauen durchaus für Technik und den Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) interessieren und ihre Fähigkeiten diejenigen der jungen Männer in vielen Aspekten sogar übertreffen. Die ICILS-Studie zeigt deutlich, dass Jungen hinsichtlich fortgeschrittener Fähigkeiten, etwa das Einrichten eines lokalen Netzwerkes (LAN) für Computer, ihre Kompetenzen trotz tatsächlich geringerer gemessener mittlerer Testleistungen höher einschätzen als die Mädchen.

Die Servicestelle der Initiative Klischeefrei besteht aus einer Fach- und einer Pressestelle beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. sowie einer Redaktion, die im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) angesiedelt ist.