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Netzwerk Adorf kreativ ins Leben gerufen

Die Stadt Adorf ist seit 2016 Mitglied im Modellprogramm Demografiewerkstatt Kommunen (DWK) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Da im Winter 2020 das Programm auslaufen wird und über die Neuauflage noch nicht endgültig entschieden wurde, geht die Stadt Adorf neue Wege, um auch künftig die in der DWK angestoßenen Projekte, Ideen und Entwicklungen weiterzuführen.

Unter dem Dach „Adorf kreativ“ haben sich neben der Stadt auch Akteure wie die Wohnungsgesellschaft Adorf, der Verein Südwestsachsen Digital, der Gewerbeverein Adorf oder die Möglichmacherei zusammengeschlossen, um Entwicklungen miteinander abzustimmen, Synergien zu nutzen und die Stadt gemeinsam weiterzubringen.

Im Beisein von Martin Rutha, dem Leiter der Geschäftsstelle Demografiewerkstatt Kommunen, werden am 24. Juni 2020 die beteiligten Akteure den Grundstein für die kommenden Zusammenarbeit legen. Insbesondere von der Kooperation mit dem Verein Südwestsachsen Digital e. V., der sich die Verbesserung wirtschaftsnaher Infrastrukturen in der Region zum Ziel gesetzt hat, erwarten sich die Verantwortlichen in Adorf einen Innovationssprung. Da das Zukunftsthema Digitalisierung mit all seinen Facetten noch viel zu wenig präsent in der Stadt ist, soll in den kommenden Wochen insbesondere bei den Schulen, den Wirtschaftsbetrieben aber auch in den kommunalen Einrichtungen darüber nachgedacht werden, gemeinsame Digitalisierungsinitiativen anzubahnen. Erste diesbezügliche Projekte wie das JuNet 2.0 oder der Online-Bürgerdialog „Stadtentwicklung und Leerstand neu gedacht“, der am 2. Juli fortgesetzt wird, konnten bereits im Rahmen der DWK umgesetzt werden. Auch das Konzept „Gefängnis creative“ und das dafür erhaltene Preisgeld in Höhe von 300.000 € beim SIMUL+ Wettbewerb des Freistaates Sachen sind bereits an Digitalisierungsstrategien und eine erweiterte Kooperation mit Wirtschaft und Qualifizierung gekoppelt.

Insbesondere die Abstimmung bei der Sanierung des Gefängnisses und der angedachten Einrichtung eines co-working-spaces, also ein neues Modell der Arbeitsorganisation in Adorf, steht auf der unmittelbaren Agenda des neuen Netzwerks „Adorf kreativ“. Der geplante co-working-space im Gefängnis, ein zeitlich befristet mietbares und gut ausgestattetes Büro mit digitaler Infrastruktur, soll nach seiner Fertigstellung neben Freiberuflern oder Selbständigen auch Adorfer Bürger*innen, die im Home Office arbeiten, zur Verfügung stehen.

In dieser Entwicklungsstrategie der Stadt Adorf ist ein offener Kultur- und Kreativort Gefängnis ein wichtiger Baustein, der durch die gezielte Einbindung von Wirtschaftsbetrieben, den Innungen und den Kammern auch den Kontakt von jungen
Menschen zu den regionalen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen nachhaltig verbessern soll. Daneben laufen bereits erste Abstimmungsgespräche zwischen der Adorfer Möglichmacherin Bianca Jahn und Justine Riedel von SWS digital, um auch im Bereich Kultur das Thema Digitalisierung auszuweiten.

Das Netzwerk „Adorf kreativ“ dient letztendlich der Stadt und allen Verantwortlichen vor Ort, um eine schnelle und bessere Orientierung über die jeweiligen Aktivitäten der Projektpartner zu erhalten und Entwicklungsprozesse durch abgestimmte Informationen effizienter zu gestalten. Das Netzwerk wird als offenes Netzwerk konzipiert, so dass sich in den kommenden Wochen und Monaten auch neue Akteure anschließen können. Im Rahmen gemeinsamer Austauschtreffen sollen dann auch neue Projekte und Strategien wie bisher im Kontext der DWK erarbeitet werden. Das Netzwerk Adorf kreativ wird am 24. Juni 2020 offiziell ins Leben gerufen. Hierzu findet am 24. Juni 2020 um 13.00 Uhr eine Pressekonferenz im Rathaus Adorf
statt.

Die Geschäftsstelle der "Demografiewerkstatt Kommunen" ist im Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. angesiedelt.