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Jugendparty als Abschluss und Höhepunkt der Adorfer Jugendbefragung

Im Rahmen der „Demografiewerkstatt Kommunen“ (DWK) führte die Stadt im Juni 2017 eine Befragung der Adorfer Jugend durch. Alle Jugendlichen aus Adorf sowie alle Schüler der Zentralschule Adorf zwischen 13 und 19 Jahren hatten einen umfangreichen Fragebogen erhalten, die Ergebnisse wurden im September im Stadtrat vorgestellt.

Bei einer guten Beteiligung hatte Bürgermeister Rico Schmidt eine Belohnung für die Jugendlichen in Aussicht gestellt: Eine große Jugendparty für die Adorfer Jugendlichen im „Befragungsalter“. Gerade für diese Altersgruppe werden viel mehr kulturelle Angebote in der Stadt gewünscht.

Die Rücklaufquote betrug 65 %, somit stand fest, dass der Bürgermeister sein Versprechen einlösen muss – was er gerne tut. Die Party geht nun am 30.10.2017 als offene Veranstaltung über die Bühne (17.30 – 21.30 Uhr).

Jugendbefragung – Noch einmal Rückblick

Das wirklich Positive und besonders Hervorzuhebende ist, dass die Jugendlichen bei dem ganzen Prozess der Vorbereitung und Durchführung aktiv eingebunden waren. Das lief so ab:

  • März 2017: Bildung einer kleinen Arbeitsgruppe (810 Leute) zur Erarbeitung des Fragebogens und Ausgestaltung des Ablauf. Mitglieder dieser kleinen Arbeitsgruppe waren drei bis vier Jugendliche, drei Jugendarbeiter, unser DWKBegleiter Herr Dr. Klaus Zeitler vom Sozialwissenschaftlichen Institut für regionale Entwicklung und Hauptamtsleiterin Frau Goßler als Vertreter der Stadt.
  • April 2017: Zwei 9. Schulklassen sind zu Gast im Rathaus, Absicht, Ziel und Inhalt der Jugendbefragung werden „an den Mann“ gebracht, das Interesse geweckt. Auch wurden erste Anliegen der Jugendlichen diskutiert. Es zeigte sich, dass die Jugendlichen sehr angetan davon waren, einmal konkret gefragt zu werden. Auch trat sofort zutage, wie unterschiedlich doch die Wahrnehmungen sind.
  • Mai 2017: Fertigstellung der Fragebogen, Versandfertigmachen der Fragebogen durch Jugendliche im Rathaus.
  • Juni 2017: Ausgabe der Fragebogen durch Bürgermeister Rico Schmidt an der Zentralschule Adorf (an Adorfer Jugendliche anderer Schulen erfolgte die Zustellung per Post). Einsendeschluss der Fragebögen Mitte Juni, Ergebnis: Rücklaufquote von 65 % (240 von 370 ausgegebenen Fragebogen).
  • Sept. 2017: Vorstellung der Befragungsergebnisse im Stadtrat.
Vorbereitung der Jugendparty

Ein Teil der Partyvorbereitungen wurde – soweit möglich – gemeinsam mit Jugendlichen durchgeführt. Ziel war die Identifizierung der Jugendlichen mit dem Projekt in und für die Jugend in der Stadt sowie die breite Bekanntmachung der Party an sich durch Mundpropaganda, um insbesondere Jugendliche zu erreichen, die über althergebrachte Methoden (Plakate, Aushänge) schwer zu erreichen sind. Die Vorbereitung und der Ablauf der Jugendparty wurden pädagogisch begleitet von der Arbeiterwohlfahrt Vogtland (Träger der mobilen Jugendarbeit in Adorf). 

Es wurde besonderer Wert darauf gelegt, einige Aspekte aus dem Ergebnis der Jugendbefragung direkt aufzugreifen und den Schülern ein Eigenengagement zu ermöglichen. Hierfür relevante Ergebnisse der Befragung waren:

  • Viele können sich mehr persönliches Eigenengagement in der Stadt vorstellen, wissen aber nicht recht, wofür und wie konkret.
  • Über bereits vorhandene örtliche Angebote liegen zu wenige Informationen vor. 
  • Ein Großteil der Befragten gab an, sich mehr Aktionen und Veranstaltungen auf kulturellem Gebiet zu wünschen – dies insbesondere von und mit Akteuren aus der Stadt und Umgebung.
  • Wunsch nach mehr Ferienfreizeiten/Ferienprogramm. 
Arbeitstreffen

Zwischen dem 18.09. und dem 23.10.2017 fanden insgesamt vier Arbeitstreffen mit jugendlichen Schülern der Zentralschule statt, an der ein Großteil der Adorfer Jugendbefragung praktisch umgesetzt worden war. 

Teilnehmerkreis: 810 Schüler im Alter von 1516 Jahren, 2 Betreuer der AWO.

Inhalt war zum einen die gedankliche Vorbereitung zur Gestaltung der Party. Dies betraf insbesondere den Ablauf, die Musik und die Einbeziehung von dritten Akteuren (z. B. Musiker und Künstler aus dem Ort). Außerdem wurden Ideen zur räumlichen Gestaltung der Party in der gewählten Location des Glashauses Adorf gesammelt (Was soll sich im Innen- und Außenbereich jeweils abspielen?). 

Zum anderen konnten die Schüler konkret erfahren, welche Aspekte bei der Organisation solch einer Veranstaltung alles zu bedenken sind und wer welche Aufgaben erledigt und erarbeiteten eine eigene Timeline.

Im Rahmen der Arbeitstreffen entstanden Entwürfe für die Gestaltung eines Armbändchens, das jede/r Partybesucher/in am Einlass bekommen soll und als gemeinsames und identitätsstiftendes Erkennungsmerkmal dienen soll. Außerdem wurden gemeinsam Entwürfe für Handzettel und Plakate erarbeitet.

Vorbereitungsaktionen

In den Herbstferien fanden im Wesentlichen vier Aktionen mit direktem Bezug zur Vorbereitung der Jugendparty statt. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame praktische und kreative Arbeiten und die Einbeziehung eines Künstlers aus Adorf. 

Projekt: Herstellung und kreative Gestaltung von Sitzmöbeln für die Jugendparty Aufsicht: mobile Jugendarbeiter der AWO. 

Teilnehmerkreis: Jugendliche, aber auch Kinder unter 13 Jahren aus Adorf und Umgebung.

1. Graffitisprühen

Der Adorfer Graffitikünstler Nico Roth führte die Kinder in die Sprayerkunst ein und ermöglichte ein erstes Austesten und die kreative Gestaltung. Zunächst wurde an großen Pappkartons geübt, später folgte die Gestaltung von Holzpaletten und PartyDeko. 

2. Herstellung von Sitzmöbeln aus Holzpaletten

Ein Tischlermeister im Ruhestand, Ulrich Schaller, zeigte und half den Kindern und Jugendlichen beim Zusammenbauen von Holzplatten zu Sitzmöbeln. Diese sollen im Außenbereich der Party am Lagerfeuer vor dem Eingangsbereich des Glashauses Verwendung finden.

3. Nähen von Sitzkissen für die Sitzmöbel 

Die Sitzkissenidee entstand spontan beim Zusammenbauen und wurde gleich umgesetzt. 

4. Kreative Gestaltung von Einlassarmbändchen und Handzetteln/Plakaten 

Die Jugendlichen dachten sich ein Partymotto aus („Wir für Adorf!“) und gestalteten bzw. entwarfen die Armbändchen und Handzettel unter Anleitung. Dies geschah nicht beim einmaligen Zusammensitzen, sondern war ein längerer Prozess, bei dem der Adorfer Grafiker Thomas Leipold Unterstützung leistete. 

Zur Party an sich:

Es handelt sich um eine offene Veranstaltung für die Zielgruppe der Jugendlichen zwischen 13 und 19/20 Jahre aus Adorf und Umgebung. (Befragungsteilnehmer waren u. a. auch Schüler der Adorfer Zentralschule, die ihren Wohnsitz in Nachbarorten haben).

Location ist das Adorfer „Glashaus“, ein zum Musiktempel umgebautes Gebäude des ehemaligen Hallenbades in Adorf. Durchführungspartner der Stadt als Veranstalter sind: 

  • Projektpartner der „Demografiewerkstatt Kommunen“ (s. Gästeliste)
  • Jugendarbeiter der AWO
  • Musiker der „Fronfestengemeinschaft“ (eine lose Truppe etlicher junge Leute, die im ehemaligen Adorfer Stadtgefängnis Proberäume für Bands haben, jährlich das Adorfer Open Air organisieren und sich auch sonst aktiv ins Stadtleben einbringen; Motto: Mission Provinzrevolution)
  • Glashausbetreiber Heiko Wolfram

Da es sich um eine „Belohnungsveranstaltung“ handelt, ist der Eintritt frei. Zu Beginn der Veranstaltung spendiert die Stadt außerdem Wertbons für Freigetränke bzw. ein freies Essensangebot für die Jugendlichen. 

Bürgermeister Rico Schmidt wird den Jugendlichen kurz die Ergebnisse der Befragung vorstellen, außerdem gibt es kurze Grußworte der Projektpartner. Im Außenbereich am Eingang des Glashauses wird es gemütliches Beisammensein für Jung (und gern auch Alt) am Feuer geben, zeitweise mit UnpluggedMusik. Organisiert wird dies vom Team der Fronfeste und Jugendarbeitern der AWO. Das Team der Fronfeste übernimmt außerdem den Einlassdienst und veranstaltet eine kleine Tombola. Selbstverständlich werden die gesetzlichen Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes beachtet. 

Gäste

Zugesagt haben:

  • Andreas Kirner, Leiter des Referats Demografie im BMFSFJ 
  • Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie (DWKProjektpartner) 
  • Martin Rutha, begleitender Projektpartner des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. 
  • Dr. Klaus Zeitler, Sozialwissenschaftliches Institut für regionale Entwicklung 
Kontakt

Stadtverwaltung Adorf/Vogtl.
PF 1132, 08621 Adorf/Vogtl
Markt 1, 08626 Adorf/Vogtl.
Tel.: 037423/575-13
Fax.: 037423/575-36
URL:  www.adorf-vogtland.de
E-Mail:  hauptamtadorf-vogtlandde

Weitere Informationen und aussagekräftige Fotos aus der Befragungs und Vorbereitungsphase unter:

Quelle: www.demografiewerkstatt-kommunen.de

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