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Chancen und Herausforderungen kommunaler Kooperationen bei der Gestaltung des demografischen Wandels

Der demografische Wandel ist ein komplexes Querschnittsthema. Die Zusammenarbeit von Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ist zentral für die erfolgreiche Gestaltung dieser gesellschaftlichen Aufgabe. Im Rahmen der Demografiewerkstatt Kommunen (DWK) wurde deutlich, dass kommunale Kooperationen in der Praxis noch eine große Herausforderung darstellen. Aus diesem Grund stand dieses Thema im Mittelpunkt des Fachdiskurses, zu dem die DWK am 4. Dezember 2018 nach Berlin eingeladen hatte.

In der Neuen Mälzerei kamen rund 40 Expertinnen und Experten zusammen, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus DWK-Kommunen waren Teilnehmende aus Wissenschaft, kommunalen Verwaltungen, Beratungsinstituten und dem Stiftungswesen vertreten.  

 

 

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Im Namen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eröffnete Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel (Leiter der Abteilung 3 - Demografischer Wandel, Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege) den Fachdiskurs. Er gab einen Einblick in das Projekt DWK und ging auf die im September 2018 ins Leben gerufene Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ ein, die sich das Ziel gesetzt hat, Handlungsempfehlungen mit Blick auf unterschiedliche regionale Entwicklungen und den demografischen Wandel in Deutschland zu erarbeiten. Mit den Vorschlägen sollen bis zum Ende der 19. Legislaturperiode und darüber hinaus effektive und sichtbare Schritte hin zu einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse erreicht werden. Prof. Dr. Matthias von Schwanenflügel betonte die Bedeutung von Personen aus der Praxis für die Arbeit der Kommission und freute sich darauf, im Rahmen des Fachdiskurses Einblicke in deren Perspektiven zu erhalten. 

 

 

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„Der demografische Wandel kommt nicht von vorne durch die Tür – er dringt durch alle Poren und Ritzen“ – mit einem prägnanten und spannenden Input führte Dr. Konrad Hummel nach einem Arbeitsfrühstück zum gegenseitigen Kennenlernen in das Thema ein. Es sei wichtig, zu verstehen, dass der demografische Wandel nicht nur Hochbetagte betreffe, sondern die Veränderung der Generationen zueinander bedeute, so der Referent. Erfolgreiche kommunale Kooperationen setzen voraus, dass die Eigenlogik von kommunalen Verwaltungen berücksichtigt werde. Das Thema fordere die Konzentration auf langfristiges Denken statt auf kurzfristige Empfindungen. Um bei Kooperationen nicht an widersprüchliche Kulturen zu scheitern, empfahl er, am Leidensdruck der einzelnen Partner anzusetzen und Brücken zu bauen. 

In zwei Workshop-Phasen widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Thema „Kooperationen“ aus verschiedenen Perspektiven: 

 

 

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  • innerhalb der Verwaltung in einer Kommune (intrakommunale Kooperation) 
  • zwischen Kommunen bzw. deren Verwaltungen (interkommunale Kooperation) 
  • zwischen Akteuren der Kommunalverwaltung, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft (trisektorale Kooperation) 

Dr. Franziska Lehmann, Prof. Dr. Christoph Strünck und Prof. Dr. Martina Wegner moderierten die Runden. Dabei ging es um Fragen wie:  

 

 

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  • Was sind die Voraussetzungen, um Kooperationen für ein Schnittstellenthema wie den demografischen Wandel erfolgreich zu gestalten? 
  • Wie können langfristig und produktiv MitarbeiterInnen aus verschiedenen Ämtern gewonnen werden? 
  • Gibt es Kooperationen, die besonders bedeutsam sind?  
  • Welche Methoden bewähren sich oder können übertragen werden? 
  • Gibt es auch Themen, die landkreisübergreifend behandelt werden können oder müssen? Gibt es Grenzen? 
  • Welchen Mehrwert, welche Innovationskraft bietet die Kooperation zwischen den Sektoren Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung/Politik? 

 

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Am Nachmittag erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen eines Rundlaufs Lösungen für die zuvor skizzierten Herausforderungen. Beim anschließenden Fazit wurde deutlich: Beim Thema demografischer Wandel sitzen alle in einem Boot. Wer kommunale Kooperationen erfolgreich umsetzen möchte, muss „dicke Bretter bohren“. Es gibt einen vollen Instrumentenkoffer, in dem man das richtige Werkzeug finden muss, denn die Tücke liegt im Detail. Es ist besonders wichtig, den nachhaltigen Vorteil für alle Beteiligten herauszuarbeiten und dafür zu sorgen, dass sich alle gleichermaßen repräsentiert fühlen. Die Aussicht, die Herausforderungen gemeinsam anzugehen, mache aber auch Mut. Die Beteiligten empfanden den Austausch als sehr bereichernd. 

Ziel des Formats „Fachdiskurs“ ist es, fachliche Anregungen und Feedback aus der Praxis in Arbeitstreffen von Fachleuten aus Wissenschaft und Verwaltung mit jeweils thematischem Fokus einzuholen – ähnlich einem Projektbeirat, auf den bei der Konzipierung des Projekts bewusst verzichtet wurde. Damit stellt die DWK sicher, dass sie sowohl anschlussfähig an aktuelle wissenschaftliche Debatten ist, aber auch Ergebnisse produziert, die von praktischer Relevanz vor Ort für Kommunen sind.

Quelle: www.demografiewerkstatt-kommunen.de

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