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kompetenzz unterzeichnet „Charta Digitale Bildung“

Mit der am 14. August 2019 veröffentlichten „Charta Digitale Bildung“ will ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft auf ein gemeinsames und umfassendes Verständnis von Bildung in der digital vernetzten Welt hinwirken. Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. gehört zu den Erstunterzeichner/innen und hebt besonders den Aspekt der Diversität hervor.

Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. (kompetenzz): „Je nach der Lebenssituation, nach Bildung, Beruf, Alter, Geschlecht, Kultur oder ökonomischen Voraussetzungen haben Menschen in Bezug auf digitale Technologien oder Anwendungen ähnliche oder unterschiedliche Zugänge, Lern- und Nutzungsgewohnheiten. Es gilt daher, ihre Lebens- und Professionserfahrungen von Beginn an in die Entwicklung von Bildungsangeboten einzubeziehen.“

Dieser Anspruch findet sich im kompetenzz-Themenfeld „Digitale Integration“ wieder. Es ist uner Ziel, allen gesellschaftlichen Gruppen die Teilhabe an der Nutzung und Gestaltung digitaler Technologien zu ermöglichen und dabei zugleich Gender- und Diversity-Aspekte zu berücksichtigen. Aus diesem Grund ist kompetenzz außerdem Unterstützerin des Digital-Index der Initiative D21 und berät fachlich in den D21-Arbeitsgruppen „Bildung“ und „Algorithmen-Monitoring“.

Mit der Unterzeichnung der „Charta Digitale Bildung“ machen sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Parteien, Verbänden, Initiativen, Bildungsinstitutionen und Unternehmen für einen umfassenden und zeitgemäßen Bildungsbegriff stark. Die Charta beinhaltet drei Grundsätze und ist Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses ihrer Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von Bildung in einer durch Digitalisierung geprägten Welt („Digitale Bildung“), die zum Ziel hat, Urteilsfähigkeit, Kreativität, Selbstbestimmtheit, Gestaltungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Chancen der Teilhabe am Gesellschafts- und Arbeitsleben zu stärken.

Das in der Charta zum Ausdruck gebrachte Verständnis von „Digitaler Bildung" basiert auf der Dagstuhl-Erklärung, die 2016 von Bildungsexpertinnen und -experten aus der Informatik und ihrer Didaktik, der Medienpädagogik, der Wirtschaft und der Schulpraxis im Rahmen eines Seminars auf Schloss Dagstuhl entwickelt worden ist. Dabei sollen Situationen, Gegenstände und Phänomene der digital vernetzten und automatisierten Welt aus drei Perspektiven betrachtet werden

  • Aus anwendungsbezogener Perspektive: Wie nutze ich es?
  • Aus technischer Perspektive: Wie funktioniert es?
  • Aus sozio-kultureller Perspektive: Wie wirkt es auf mich und die Gesellschaft?

Die „Charta Digitale Bildung“ soll auf einen begrifflichen Konsens hinwirken, der dazu beiträgt, einen konstruktiven gesellschaftspolitischen Bildungsdiskurs über Partei- und Interessensgrenzen hinweg zu führen. Die Charta wurde heute veröffentlicht kann von allen Interessierten mitgezeichnet werden.

www.charta-digitale-bildung.de

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