Technik und Innovation als Motor für den Wirtschaftsstandort Deutschland werden getragen von der Innovationskraftvon Fach- und Führungskräften, insbesondere aus demtechnischen und naturwissenschaftlichen Bereich. Schon heute zeichnet sich in diesen Feldern ein Fachkräftemangel ab, der zu einem Wettbewerb um kluge Köpfe führt. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, muss es uns gelingen, in Bildung und Forschung international Spitzenpositionen zu besetzen. Nur mit Frauen und Männern gemeinsam können wir das gut qualifizierte Personal für die wissensintensiven Dienstleistungen und Berufe der Zukunfterhalten. Mit ranking-kompetenzz, dem Hochschulranking des Kompetenzzentrums Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie, erhalten Hochschulen, Verbände, Forschungsinstitute und Unternehmen eine erste Rückmeldung über ihre Erfolge bei der Gewinnung von Frauen für ingenieur-und naturwissenschaftliche Diplomstudiengänge in Deutschland.
Das bundesweite ranking-kompetenzz zeigt auf, dass die Studienanfängerinnenzahlen in vielen natur- und ingenieur-wissenschaftlichen Fächern an den verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen stark differieren. Durch das Bekanntmachen von Best-Practice will ranking-kompetenzz solche Hochschulen präsentieren, die besonders erfolgreich in der Gewinnung des weiblichen Nachwuchses sind und durch die Qualität des Studiums zur Steigerung der Absolventinnenzahlen beitragen. Herausragende Beispiele sollen bekannt gemacht und Hochschulen dazu motiviert werden, in einen kreativen Wettbewerb um neue Zielgruppen zu treten.
Zahlreiche Modellprojekte von Bund und Ländern, ebensowie breit angelegte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte Projekte zeigen, dass wir mit innovativen Maßnahmen an Schulen und Hochschulen Frauen für Naturwissenschaften und Technik ansprechen und sie für entsprechende Studiengänge gewinnen können. So ist erstmals in Deutschland für 2002 ein höherer Zuwachs an Studienanfängerinnen in den großen Ingenieurstudiengängengegenüber dem Vorjahr festzustellen als bei den männlichen Kommilitonen. Festzustellen ist: Je attraktiver die Studiengänge in Naturwissenschaft und Technik für junge Frauen gestaltet werden, desto mehr Frauen entscheiden sich für ein solches Studium.
Davon profitieren dann auch diejenigen Männer, denen sich die Naturwissenschaften und die Technik - allen Vorurteilen zum Trotz - qua Geschlecht nicht automatisch erschließen. So wird Gender Mainstreaming zu einem bedeutenden Element im Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Das innovative ranking-kompetenzz ist dafür einwichtiges Instrument, um frühzeitig den Handlungsbedarf für Politik, Ausbildungseinrichtungen, Hochschulen, Wissenschaft und Wirtschaft deutlich zu machen. Wir brauchen diesen kreativen Wettbewerb, um alle Kompetenzpotenziale, die sich Deutschland bieten, zuerschließen!
Broschüre "Studiengänge im Wettbewerb" [585,46 kB | pdf]