[Drucken]
[Fenster schließen]
Kompetenzzentrum

Frauen in Führungspositionen: Kooperationsprojekt von Bayer MaterialScience, BP und Henkel zeigt zukunftsfähige Personalstrategien

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten zu Frauen in Führungspositionen geben die Ergebnisse des Projekts „Schlüsselfaktor F&E. Personalstrategien für die Zukunft entwickeln: Potenziale von Frauen nutzen“ Hinweise, wie Unternehmen die Ressourcen hochqualifizierter Frauen besser erschließen und nutzen können.

Das Projekt hat gezeigt: Um Frauen in Führung zu bringen, müssen Unternehmen ihre Prozesse auf „Blinde Flecken“ und Barrieren für Frauen überprüfen. Dies gilt vor allem für Beurteilungskriterien, Karrierewege und Arbeitsmodelle.

Das Projekt „Schlüsselfaktor F&E“ wurde von der EAF, einer unabhängigen Beratungs- und Forschungseinrichtung in Berlin, entwickelt und vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen (MGEPA) gefördert.

Emanzipationsministerin Barbara Steffens erklärt dazu: „Frauen sind heute hochqualifiziert, doch ihr Potenzial geht unserer Gesellschaft vielfach verloren. Unternehmen in Deutschland müssen noch viel tun, damit Frauen ihre Qualifikationen in die Arbeitswelt einbringen und auch in Spitzenpositionen Verantwortung übernehmen können. Das Praxisprojekt 'Schlüsselfaktor F&E' zeigt ganz konkrete Wege auf, was Unternehmen tun können um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. Das Fachforum und die Publikation geben wertvolle Anregungen für andere Unternehmen, auch über die Chemiebranche hinaus.“

Mit der Bayer MaterialScience AG, der BP Europa SE und der Henkel AG & Co. KGaA haben sich drei große Unternehmen der Chemiebranche in Nordrhein-Westfalen zwei Jahre lang intensiv für das Thema engagiert. Die Ergebnisse wurden am 20. Juni 2011 auf dem Fachforum im Leverkusener Kasino der Bayer AG vorgestellt. Unternehmensvertreterinnen und -vertreter sowie über 100 interessierte Gäste diskutierten, wie Karrierehemmnisse für Frauen abgebaut und klassische Berufswege und Arbeitszeitstrukturen für Frauen und Männer flexibler gestaltet werden können.

Die Erfahrungen der drei am Projekt „Schlüsselfaktor F&E“ beteiligten Unternehmen zeigen: um das Potenzial von Frauen besser zu nutzen, muss das Thema strategisch verankert werden. Die Rolle des Vorstandes ist zentral – er muss konsequent und glaubwürdig für das Thema einstehen, nur dann können die Führungskräfte in dem Veränderungsprozess mitgenommen werden. Denn die Bereitschaft und Offenheit des mittleren Managements spielt eine entscheidende Rolle: als unmittelbare Vorgesetzte der weiblichen Nachwuchskräfte nehmen sie eine Gate-Keeper-Position ein.

Die Ergebnisse des Projekts, Porträts der beteiligten Unternehmen und Interviews mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern wurden in der Abschlusspublikation veröffentlicht.

Weitere Informationen: www.eaf-berlin.de

 

Quelle: http://www.kompetenzz.de/Aktuelles/Kooperationsprojekt