Chancengleichheit in der Informationsgesellschaft
Nahezu alle Bereiche des gesellschaftlichen und politischen Lebens werden mehr und mehr von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien durchdrungen. Je weiter diese Verbreitung fortschreitet gewinnt die Frage an Bedeutung, wer von dieser Entwicklung ausgeschlossen bleibt und was die Gründe dafür sind.
Neben älteren Menschen, die häufig nicht online sind, gilt die Aufmerksamkeit Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, Erwerbslose, Menschen mit niedrigem Einkommen oder niedrigem Bildungsstand, Menschen mit Behinderung und Bevölkerungsgruppen mit korrelierenden hier genannten soziodemografischen Merkmalen.
Kompetenzfeld 1 "Digitale Integration"
Im Kompetenzfeld 1 "Digitale Integration" sind die Veränderungen der quantitativen und qualitativen Internetbeteiligung Ausgangspunkt für praxisnahe Konzepte und Maßnahmen um allen Bevölkerungsgruppen eine verbesserte gesellschaftliche und politische Teilhabe, eine höhere Lebensqualität sowie eine selbstbestimmte Lebensweise zu ermöglichen.
Online-Kompetenz für Migrantinnen und Migranten in Deutschland
2007 bis 2009: Inhalt des Projekts ist eine Expertise zur Bestandsaufnahme der Mediennutzung von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund. In ihr werden Handlungsempfehlungen für zukünftige Aktivitäten und Angebote entwickelt mit dem Ziel, das Internet-Nutzungsinteresse von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu stärken. Bislang gibt es nur wenige Forschungsergebnisse. Mit der Expertise soll eine systematische Zusammenstellung der Zahlen, Daten und Fakten zur Mediennutzung von Frauen und Männern mit Migrationshintergrund vorgelegt werden sowie eine Zusammenstellung von Projekten und Initiativen, um Bildungs- und Nutzungsangebote für Frauen und Männer mit Migrationshintergrund auf ihre Erfolgsfaktoren hin zu untersuchen.
www.kompetenzz.de/digitale-integration
Aktionsbündnis "Online-Jahr 50 plus - Internet verbindet"
2006 bis 2007: Als Nachfolge-Projekt startete das Online-Jahr 50plus mit neuen Angeboten: Die Internet-Kurse für Seniorinnen und Senioren orientieren sich an den fünf Alltagsthemen Einkaufen, Reisen, Gesundheit, Finanzen und Sicherheit. Die Themenauswahl orientierte sich an den Interessen der Älteren, die in der Evaluation des Vorgängerprojekts zum Ausdruck kamen. Die Realisierung der Kursmodule wurde von Partnerinnen und Partnern aus der Wirtschaft unterstützt. Auch 2008 wird das Kurs-Curriculum weiter genutzt: Rund 40 Bildungsträger bundesweit bieten die Internet-Kurse weiterhin an.
www.50plus-ans-netz.de
Online-Kompetenz für die Generation 50plus
2003 bis 2005: Mit zunehmendem Alter und bei abnehmender Mobilität ermöglichen Online-Angebote gerade der Generation 50plus die Aufrechterhaltung einer eigenständigen Lebensführung. Der Familienzusammenhalt und die gesellschaftliche Beteiligung älterer Erwachsener werden durch die Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechniken nachhaltig verbessert. Zielsetzung des Projekts war die Internetbeteiligung und Medienkompetenz von Seniorinnen und Senioren zu erhöhen, Initiativen und Aktivitäten zu bündeln sowie Angebote zu verbessern und ein Netzwerk aufzubauen und über kostengünstige Angebote zu informieren. Der Anteil der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer der Menschen über 50 Jahren steigerte sich von 25 Prozent 2003 auf 35 Prozent 2007.
www.50plus-ans-netz.de
GET IT ON! Jobperspektiven für Frauen rund ums Internet
2006 bis 2007: Im Rahmen des Wettbewerbs werden vorbildliche Ideen und Projekte zur Qualifizierung von Frauen für zukunftsfähige Beschäftigungsmöglichkeiten rund ums Internet präsentiert. Konzepte für Maßnahmen, Angebote und Aktivitäten wurden eingereicht, unabhängig davon, ob sie bereits erprobt und umgesetzt waren, wiederholt oder erst in der Zukunft umgesetzt werden sollen. Der Wettbewerb steht unter Schirmherrschaft von Prof. Jutta Allmendinger, Direktorin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
www.job-chance-internet.de
Fachkongress "Job Chance Internet"
2006 bis 2007: Wie durch die Steigerung der quantitativen und qualitativen Internetbeteiligung in Deutschland die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Frauen in der aufstrebenden Internetwirtschaft nutzbar gemacht werden können, sollte der Fachkongress aufzeigen. Dabei sollen gleichermaßen innovative Business-Modelle von Frauen wie erfolgreiche Qualifizierungs- und Content-Angebote für Frauen vorgestellt werden, die Anregungen für die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Frauen geben können. Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Netzwerken boten fünf Zukunftsforen zum fachlichen Austausch an.
www.job-chance-internet.de
Aktion "Frauen ans Netz"
1998 bis 2005: Die ungleiche Verteilung der Internet-Nutzung von Frauen und Männern war Ausgangspunkt der Aktion "Frauen ans Netz". Frauen ohne Zugangsmöglichkeit zur Technik sollte die Internet-Nutzung einfach und kostengünstig ermöglicht werden. Frauen wurden motiviert, die Alltagstauglichkeit des Mediums Internet zu erproben. Es wurde gezeigt, dass das Internet für Kontakte, Unterhaltung, Information und Weiterbildung optimal genutzt werden kann. Ziel war, den Frauenanteil im Netz auf mindestens 50 Prozent steigern. In den sieben Jahren der Aktion haben rund 160.000 Frauen an 16.000 Einstiegs- und Praxiskursen "Frauen ans Netz" teilgenommen.
www.frauen-ans-netz.de













