Europa braucht mehr weibliche Hochschulabsolventen in technischen Studiengängen
Die neueste UPDATE-Studie (Understanding and Providing a Developmental Approach to Technology Education) befragte 1700 europäische Studierende mit welchen Hindernissen, sie sich auf ihrem Bildungsweg auseinandersetzen müssen.
Die Forschungsergebnisse wurden zusammengetragen und analysiert von Prof. Dr. Doina Balahur von der Alexandru Ioan Cuza Universität in Rumänien. Um die Position der EU als dynamische wissensbasierte Wirtschaftsmacht zu erhalten und auszubauen, müssen Entscheidungsträger wissen wie junge Menschen – insbesondere junge Frauen – für technische Studiengänge motiviert werden können.
Die UPDATE-Studie zeigt auf, warum Studierende in Europa sich für oder gegen Technik und Naturwissenschaften entscheiden. Fallstudien illustrieren dabei individuelle Laufbahnen. Motivierende und hinderliche Faktoren werden in 17 verschiedenen Themenbereichen analysiert, beispielsweise Familientradition, Rollen-Modelle, Erziehung während verschiedener Altersstufen sowie Karrierechancen. Die befragten Studierenden kommen aus Österreich, Frankreich, Finnland, Deutschland, Griechenland, Rumänien, der Slowakei und Spanien.
Diese Faktoren können motivieren sich für einen technischen Studiengang zu entscheiden:
- Die Themen Wissenschaft und Technik werden schon in die frühkindliche Bildung integriert.
- Ein experimenteller, intuitiver und toleranter Lehrstil, eine ausgewogene Wertschätzung der unterschiedlichen Unterrichtsfächer und die Vermeidung von benachteiligenden Geschlechterstereotypen sind Elemente, die technische Bildung fördern.
- Die Unterstützung der Eltern bei einer nicht traditionellen Berufswahl.
- Wichtige Bedingungen für eine exzellente Karriere in Naturwissenschaft und Technik können Selbstbewusstsein, Kreativität, eine unabhängige Persönlichkeit und ein hohes Maß an erlebter Selbstwirksamkeit sein, Schwierigkeiten werden eher als Herausforderung wahrgenommen.
Diese Faktoren scheinen dagegen hinderlich zu sein:
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Eine frühe geschlechtsvoreingenommene Erziehung, wenig Interesse der Eltern oder zu
theoretisches Lernen in der Schule scheint junge Menschen eher daran zu hindern,
Naturwissenschaft oder Technik zu studieren. -
Der existierende Wettbewerbsdruck in naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeldern wirkt
abschreckend – besonders auf Mädchen. - Junge Frauen haben Bedenken, ob sie einer Doppelbelastung von naturwissenschaftlichtechnischer Karriere und Kindererziehung gewachsen wären.
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Weitere Demotivations-Faktoren für Interviewte beider Geschlechter sind eine geringe
Unterstützung durch Lehrkräfte und existierende institutionelle Barrieren.
UPDATE-Wissensportal und Newsletter-Service
Die UPDATE-Website http://update.jyu.fi bietet für Lehrkräfte, Bildungsverantwortliche und weitere Interessierte ein ständig wachsendes Wissensportal und einen Newsletter-Service an. In Form eines
expertengeführten Wikis zum Thema Technikbildung werden Neuigkeiten, Termine, Forschungsergebnisse und gute Beispiele vorgestellt. UPDATE berichtet z.B. über neue Konzepte für jüngste Besucherinnen und Besucher in Technikmuseen in Europa, den erstaunlich erfolgreichen Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag in Deutschland, Österreich, Luxemburg und den Niederlanden oder das rumänische Projekt „Be a Science Teacher for a Week“. UPDATE bezieht als innovativer Ansatz die gesamte Bildungskette von Kindergarten und Schule bis hin zur Ausbildungs- und Studienfachwahl ein. Als Forschungsschwerpunkt wird untersucht, warum insbesondere Mädchen beim Durchlaufen der verschiedenen Stufen des Bildungssystems aus der Technikbildung herausfallen. Neue Wege und Methoden sollen entwickelt werden, um das Image von Technik und technischen Karrieren für Mädchen und Jungen zu verbessern. Insbesondere Mädchen und junge Frauen sollen angeregt werden, Technik und Ingenieurwesen als Karriereoption zu nutzen und moderne Technologien aktiv anzuwenden.
Das Forschungsprojekt UPDATE wird von der Europäischen Union gefördert und ist Teil des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft.
Mehr Informationen: http://update.jyu.fi
Hier können Sie den UPDATE-Newsletter abonnieren: http://update.jyu.fi/newsletter/
Projektpartner und Kontaktpersonen:
Universität Jyväskylä, Finnland, http://www.jyu.fi/
Dr. Aki Rasinen, Dr. Marja Kankaanranta, Dr. Leena Turja, Päivi Fadjukoff
Universität Glasgow, Großbritannien, http://www.glasgow.ac.uk/
John R. Dakers und Wendy Dow
IUFM Universitäres Institut für Lehrerbildung Aix-Marseille, Frankreich, http://www.aix-mrs.iufm.fr/
Prof. Jacques Ginestié, Pascale Brandt-Pomares,
p
brandt
aix-mrs
iufm
fr
"Alexandru Ioan Cuza" Universität Iasi, Rumänien, http://www.uaic.ro/
Prof. Dr. Doina Balahur
Ovidius Universität Constanta, Rumänien, http://www.univ-ovidius.ro/imim/
Prof. Ph.D. Valentina Pomazan,
vpomazan
umv-ovidius
ro
Universität Tallinn, Estonia, http://www.tlu.ee/
Ene Lind,
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tlu
ee
Fachhochschule Dortmund, Ada-Lovelace-Mentoring e.V., Deutschland, http://www.fh-dortmund.de Prof. Dr. Sylvia Neuhäuser-Metternich,
neumett
fh-dortmund
de
Universität Koblenz, Ada-Lovelace-Projekt, Deutschland, http://www.uni-koblenz-landau.de
Dr. Martina Endepohls-Ulpe,
endepohl
uni-koblenz
de
FCRI Katalonische Stiftung für Forschung und Innovation, Spanien, http://www.fcri.es
Dr. Jordi Mas, Janira Tor,
janira
tor
fcri
cat
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit, Deutschland, http://www.kompetenzz.de
Sabine Mellies, Carmen ruffer,
update
kompetenzz
de
Philosophisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften Bratislawa, Slowakei,
http://www.klemens.sav.sk/fiusav/index_en.php
Prof. Tatiana Sedová,
filotana
savla
sk
Pädagogische Hochschule Wien, Österreich, http://www.phwien.at
Prof. Dr. Josef Seiter,
Josef
Seiter
PHWien
ac
at
Istituto Tecnico per Attivita Sociali Galileo Galileo, Italien, http://www.itasgalileijesi.it
Prof. Cristina Pavisic
cristina
pavisic
itasgalielijesi
it
Aristoteles Universität, Abteilung für Maschinenbau, Griechenland, http://isag.meng.auth.gr/home.html
Prof. Dr. Ing. Kostas Karatzas,
kkara
eng
auth
gr
Universität Complutense zu Madrid, Spanien, http://www.ucm.es/
Dr. Jesus Pintor,
jpintor
vet
ucm
es
, Prof. Maria Asuncion Peral Cerda
IDEC S.A, Griechenland, http://www.idec.gr/
Xenia Chronopoulou,
xenia
idec
gr
Für weitere Informationen können Sie sich gern an die oben angeführten Projektpartner wenden.
Die Ergebnisse der Studie finden Sie hier: http://update.jyu.fi/index.php/Template:Press
Mehr Informationen: http://update.jyu.fi













