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Kompetenzwerkstatt MINT-Frauen in OWL eröffnet

Mit einer Auftaktveranstaltung in der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld startet am 05.10.2011 die Kompetenzwerkstatt MINT-Frauen. Das Projekt zielt darauf ab, das Potenzial weiblicher MINT-Fachkräfte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) für regionale Unternehmen zu gewinnen. Das Projekt wird von der Initiative für Beschäftigung OWL e.V., dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. und dem OWL MASCHINENBAU e. V. durchgeführt.

Thomas Niehoff, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld betonte in seiner Begrüßung die Notwendigkeit, die Potenziale von Frauen in den MINT-Berufen stärker zu nutzen, um dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Prof. Barbara Schwarze, Vorsitzende des Vorstandes Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. forderte einen innovativen Umgang mit jungen weiblichen MINT-Talenten ein. Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen beschäftigten sich in einer von Brigitte Meier, WEGE Bielefeld moderierten Talkrunde mit der Branchen- und Arbeitgeberattraktivität für Frauen in OWL.

Die Diskussion beleuchtete vielfältige Facetten der Ausgangslage des Projekts. Tanja Krüger, Inhaberin und Geschäftsführerin der Resolto Informatik GmbH geht davon aus, dass Denkmuster und Einstellungen in den Unternehmen sich wandeln müssen. Zwar werde ein Wandel schon oft behauptet, aber nicht immer gelebt: „Es gilt, eine unsichtbare Mauer zu durchbrechen.“ Manolya Hiddensen vom Personalmanagement der Phoenix Contact GmbH Co. KG betont: „Wer jetzt nicht die Notwendigkeit erkennt, zu handeln, wird in Zukunft im Werben um den Nachwuchs auf der Verliererseite stehen.“

Hier setzt die Kompetenzwerkstatt MINT-Frauen an. Sie unterstützt Unternehmen darin, das Fachkräftepotenzial von Frauen zu nutzen. Trotz hohen Fachkräftebedarfs sind Frauen im Bereich der MINT-Berufe nach wie vor unterrepräsentiert. Damit gehen den Unternehmen zahlreiche erfolgreiche Absolventinnen von MINT-Studiengängen verloren, beschreibt Yasemin Vural-Hesse die Ausgangslage. Sie führt weiter aus: „Ca. 40 % von ihnen finden nicht den Weg in die Wirtschaft“.

Um den Anteil der Frauen in den Unternehmen nachhaltig zu erhöhen, will das Projekt die Karrierechancen von Frauen verbessern. Gleichzeitig werden innovative Strategien zur Personalgewinnung und -entwicklung sowie zur Gestaltung der Unternehmenskultur konzipiert. Dies soll die Attraktivität von Unternehmen für zukünftige weibliche Fach- und Führungskräfte steigern.

Das Projekt bietet eine Vielfalt von Informations-, Austausch- und Lernmöglichkeiten. Dr. Angelika Kipp von OWL MASCHINENBAU e. V. und Olga Lukjanow von der Initiative für Beschäftigung OWL e. V. weisen auf die besondere Bedeutung von Mentoring für die Fachkräftegewinnung hin. MINT-Mentoring begleitet Studentinnen beim erfolgreichen Übergang in den Beruf. MINT-Mentoring PLUS unterstützt die Karriereentwicklung von Berufseinsteigerinnen. Dr. Ulrike Struwe und Cornelia Lins vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. erarbeiten in zwei Kompetenz-Workshops mit Unternehmen innovative Strategien zu Personalgewinnung und Personalentwicklung. Es werden Impulse für eine offene Unternehmenskultur gesetzt. In Lernlaboratorien tauschen sich Unternehmen zu Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen aus. In Transferveranstaltungen werden die Projektergebnisse für die Region und darüber hinaus bekannt gemacht.

Kontakt:

Projektkoordination:
Initiative für Beschäftigung OWL e. V.
Frau Yasemin Vural-Hesse
Telefon: (0521) 520169-14
Fax: (0521) 520 169-29
E-Mail: info@mint-frauen.de
www.mint-frauen.de

Das Projekt wird gefördert im Rahmen der Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“ (www.bundesinitiative-gleichstellen.de). Entwickelt wurde das Programm vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Das Programm wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie des Europäischen Sozialfonds (ESF).

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