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„Engagement macht stark!“ – Neue Wege für Jungs zeigt, was sozial engagierte Jungen im Ehrenamt leisten

Neue Wege für Jungs stellt zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 2. bis 11. Oktober 2009 auf der Internetseite www.respekt-jungs.de Jungen und junge Männer vor, die viel zu wenig im Blick der Öffentlichkeit sind. Zum Beispiel Mustafa, 12 Jahre alt, der regelmäßig Kindergartenkindern in der Stadtbibliothek Bielefeld Geschichten vorliest. Auf diese Weise will er sie für Bücher und Lesen begeistern. „Mir ist dabei besonders wichtig, dass die Kinder Spaß haben!“ sagt er.

In der öffentlichen Wahrnehmung machen männliche Jugendliche leider häufig Negativschlagzeilen: Sie gelten als laut, dominant, rücksichtslos. Unter dem Motto „Was geht? Jungs engagieren sich sozial!“ kommen dagegen jeden Monat neu die „sozialen Talente“ auf www.respekt-jungs.de zu Wort.

Soziales Engagement fördert Kompetenzen

„Vielleicht entdecke ich dabei für mich neue berufliche Perspektiven“ meint René, 19, der derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Altenpflege macht. Alexander, 14, engagiert sich neben der Schule nachmittags in einem Altenheim im Rahmen des Frankfurter Projekts „Soziale Jungs“.

„Natürlich gibt es auch junge Männer, die sozial engagiert sind und sich für andere einsetzen“, sagt Miguel Diaz vom Projekt Neue Wege für Jungs. „Dabei erleben die Jungs, dass sie im freiwilligen sozialen Engagement gebraucht werden und dass sie viele Fähigkeiten ausbauen, die später auch beruflich nützlich sind.“ Insbesondere Jugendliche mit Haupt- und Realschulabschluss profitieren auf dem Ausbildungsmarkt, wenn sie soziale Kompetenzen nachweisen können. Auch in den Pflege – und Erziehungsberufen sind diese Fähigkeiten gefragt – und gerade in dem Bereich werden männliche Nachwuchskräfte oft händeringend gesucht.

Junge Männer gesucht!

Junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren sind eine der aktivsten Grup­pen der Bevölkerung. 36 Prozent von ihnen engagieren sich bereits in ehrenamtlichen Tätigkeiten, weitere 43 Prozent signalisieren Bereitschaft, aktiv zu werden. (Quelle: Freiwilligen-Survey 2004). Jedoch sind junge Männer – insbesondere mit niedrigeren Bildungsabschlüssen – im sozialen Engagement eher seltener zu finden. Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts zeigt: Erwachsene, die in ihrer Jugend ehrenamtlich tätig waren, verfügen über mehr Sozialkompetenzen, sind stärker politisch interessiert, gesellschaftlich engagiert und schätzen sich beruflich erfolgreicher ein als die Vergleichsgruppe der früher Nicht-Engagierten.

Wie engagiere ich mich? Tipps auf www.respekt-jungs.de

Berührungsängste mit dem sozialen Bereich, traditionelle Rollenvorstellungen oder auch mangelnde Informationen über Anlaufstellen und Möglichkeiten – diese Faktoren stehen Jungen leider noch oft im Weg. Mit der Porträtserie „Was geht? Jungs engagieren sich sozial“ sollen Jungen gezielt angesprochen werden. Neben den lesenswerten Steckbriefporträts sozial engagierter Jungen finden die jugendlichen Besucher auf www.respekt-jungs.de viele nützliche Tipps und Links zum Thema Ehrenamt. Alle ehrenamtlich und sozial engagierten Jungen können sich hier melden – vielleicht ist dann bald ihr Porträt auf der Website zu sehen.

Unter dem Motto „Engagement macht stark!“ organisiert das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement mit der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 2. bis 11. Oktober 2009 die größte Freiwilligen-Offensive Deutschlands.

Kontakt:
Service-Büro Neue Wege für Jung
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10
33602 Bielefeld
fon +49 521 106-73 60, fax +49 521 106-71 71
E-Mail: info neue-wege-fuer-jungs de
www.neue-wege-fuer-jungs.de

Neue Wege für Jungs ist ein bundesweites Projekt, das lokale Initiativen zur geschlechtersensiblen Förderung von Jungen bei der Berufs- und Lebensplanung anregt und vernetzt. Als Servicebüro unterstützt es engagierte Fachkräfte mit aktuellen Informationen, Print- und Onlinematerialien und didaktischen Praxishilfen zur geschlechterbezogenen Jungenförderung.

Neue Wege für Jungs wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

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