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Über 100 Schülerinnen erobern die CeBIT

Der erste Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tag in Hannover war ein voller Erfolg

Bielefeld 14.3.2006. Der erste Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tag für Schülerinnen der Klassen 9-11 fand im Rahmen des Informatikjahres - Wissenschaftsjahr 2006 in Hannover statt. Über hundert Schülerinnen aus Hannoveraner Schulen nahmen die Gelegenheit wahr, intensiv in die Informatik-Welt einzutauchen und mit Fachfrauen der Unternehmen Deutsche Telekom, IBM, Microsoft, SAP, Siemens und Vodafone über Arbeitsalltag und Karrierechancen zu sprechen.

Das Interesse der Schülerinnen war so groß, dass bei weitem nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten. Weitere Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tage werden in Aachen, Freiburg und Dresden stattfinden.

Die Teilnehmerinnen informierten sich über Berufe, Ausbildungen, Chancen und Perspektiven im Informatik- und IT-Bereich. In Workshops konnten die Mädchen selbst aktiv werden: Mit der Programmierumgebung Squeak brachten die Mädchen ihrem Rechner neue Dinge bei, indem sie eine Vielzahl von Animationen erstellten. Und mit dem beliebten Computerspiel SIMS2 konnten die Mädchen nach ihren Vorstellungen Szenarien aus der Lebenswelt von Frauen in Technikberufen entwickeln. So entstanden innerhalb weniger Stunden eigenständige Filme. Am Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tag konnten die Mädchen erleben, dass die Beschäftigung mit Informationstechnologien kommunikativ ist, Spaß macht und keine Domäne einsamer "Technikfreaks" ist. "Mir hat besonders gefallen, dass man so kreativ mit dem PC arbeiten kann. Dieser Tag hat mir eine andere Sichtweise des Programmierens gezeigt", äußerte eine der Schülerinnen.

Nach wie vor sind Frauen in der Informatik unterrepräsentiert, wie die bundesweiten Mittelwerte veranschaulichen: so gibt es nur 12% Schülerinnen mit Leistungskurs Informatik, 12% weibliche Auszubildende in den IT-Berufen, 17% Studienanfängerinnen in der Informatik und 20% in der IT-Branche beschäftigte Frauen.

Um dieser Situation durch die ausdrückliche Ansprache des weiblichen Nachwuchses entgegen zu wirken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Projekte wie den Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tag. Der Erfolg der ersten Mach MIT-Aktion in Hannover setzt hier ein deutliches positives Signal.

Mädchen entscheiden sich im Rahmen ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig für "typisch weibliche" Berufsfelder oder Studienfächer. Ein Grund dafür ist die mangelnde Sichtbarkeit von Frauen in der Informatik. Mädchen fehlen oft weibliche Vorbilder, die ihnen zeigen, dass Berufe in der IT-Welt mit vielfältigen Lebensentwürfen vereinbar sind. So war es für die Hannoveraner Schülerinnen ein besonderes Highlight auf dem anschließenden CeBIT Rundgang mit den IT-Fachfrauen der Unternehmen Deutsche Telekom, IBM, Microsoft, SAP, Siemens und Vodafone zu diskutieren.

Das Projekt "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006":

Das Informatikjahr widmet sich den Anwendungen und Auswirkungen der Informatik. Im Fokus aller Wissenschaftsjahre steht besonders die Motivierung des jungen Nachwuchses für technische Berufe und Karrieren. Mit einer großen Palette von Veranstaltungen und Workshops sollen auch 2006 insbesondere junge Leute für die Informatik begeistert werden. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006" soll ausdrücklich der weibliche Nachwuchs angesprochen werden. Neben der Planung und Durchführung der Mach MIT: Mädchen_Informatik_Tage, einem aktuellen Daten- und Faktenservice sowie breiten Vernetzungsaktivitäten wird im Rahmen dieses Projekts eine Broschüre herausgegeben, die Mitte April erscheint und für Berufsorientierungsaktivitäten eingesetzt werden wird. Anhand der Lebensläufe von Frauen aus unterschiedlichen Karrierephasen und Arbeitsfeldern präsentiert die Broschüre die Breite und Vielfalt der Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in der Informatik. Das Projekt "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006" wird im Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. koordiniert.

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