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Heft 2: Technikkompetenzen in Gesundheitsberufen, Mai 2006

Gender-Networking Handreichung

Die Informations- und Kommunikationstechnologie durchdringt alle Arbeits- und Lebensbereiche. Sie bildet eine der wichtigen Zukunftsbranchen. Aber auch das Gesundheitswesen wird von Expertinnen und Experten als einer der großen Zukunftsmärkte eingeschätzt. Etwa 4,2 Millionen Menschen arbeiteten 2003 nach den Angaben des statistischen Bundesamtes in Deutschland in Kliniken, Praxen, Apotheken, Krankenkassen und vielen anderen gesundheitsbezogenen Feldern, zu einem großen Prozentsatz sind es Frauen.

 

Gesundheitssektor

255 Milliarden Euro Umsatz verzeichnete der Gesundheitssektor 2003 - mehr als jeder andere Wirtschaftsbereich in Deutschland. Und es muss gespart werden. Untersuchungen zeigen, dass nur über neue Wege in der Arbeitsorganisation und über einen vermehrten Technikeinsatz die Produktivität erhöht werden kann. Die Beschäftigten müssen sich darauf einstellen,
zusätzliche Qualifikationen im Umgang mit der Informationstechnologie (IT) zu erwerben.

Aus- und Weiterbildung

Aber gerade technische Aus- und Weiterbildungen werden von Frauen eher gemieden. Woran liegt es eigentlich, dass Frauen nicht von sich aus vermehrt diese Chancen wahrnehmen? Was muss in der Aus- und Weiterbildung beachtet werden, wenn sie Frauen den Zugang zu diesem Arbeitsfeld öffnen will? Worauf sollten die Lehrkräfte beim Vermitteln technischer Inhalte achten, wenn Frauen gleichermaßen wie Männer anzusprechen sind? Die vorliegende Handreichung will Informationen und Hilfestellungen geben.

Handreichung

Computertechnik und Netzwerktechnik im Gesundheitswesen bilden den thematischen Schwerpunkt dieser Schrift. Sie finden zunächst Zahlen und Fakten zum Fortschreiten der Informations- und Kommunikationstechnologie im Gesundheitswesen. Im zweiten Teil folgt die Beschreibung des Projektes "Gender Networking" und im Anschluss daran werden wichtige Fragen zum Lehren und Lernen nach Gender-Aspekten betrachtet und beantwortet. Sie sollen Anregungen geben, wie Frauen für eine solche Zusatzqualifizierung geworben werden können und wie der Technik-Unterricht auf die spezifischen Interessen dieser Zielgruppe eingehen kann. Außerdem wird eine Literaturliste zum Weiterlesen zur Verfügung gestellt, wobei ausgesuchte Werke als besondere Leseempfehlung kommentiert wurden.

Nehmen Sie diese Handreichung als Anregung, Ihren eigenen Blick auf das Thema Frauen und Computertechnik zu überdenken. Engagieren Sie sich mit uns in diesem kreativen und innovativen Projekt, denn das Engagement lohnt sich für alle Seiten:

  • Für die Frauen, die sich im Zukunftsmarkt Gesundheitswesen ausgezeichnete Karrierechancen eröffnen können.
  • Für den Zukunftsmarkt Gesundheitswesen, der zu seinen notwendigen Prozessoptimierungen die gezielte Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigen benötigt.
  • Für die Bildungseinrichtungen, die sich mit zusätzlichen und anders gestalteten Angeboten ein neues Klientel erschließen können.

Diese Handreichung skizziert die Situation, gibt Anregungen und zeigt Beispiele, wie die notwendigen Kenntnisse speziell unter dem Geschlechteraspekt vermittelt werden können.

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