Studium

Studierende Informatik 2004

Der Studienbereich:

Im Studienjahr 2004 ist die Zahl der Studierenden in der Informatik erstmalig rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr befinden sich insgesamt 2.315 weniger Frauen und Männer (2004: 129.619 Studierende, 2003: 131.934 Studierende) in einem Informatikstudium -das entspricht einem Rückgang von 1,8 %.

Prozentual ist der Rückgang bei den Frauen doppelt so stark, wie bei ihren männlichen Kommilitonen: 2004 studierten 3,1 % weniger Frauen Informatik als im Jahr zuvor, bei den Männern war ein Minus von 1,5 % zu verzeichnen.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Studierende

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 20.178 109.441 129.619 15,5%

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Studierenden im Studienbereich Informatik von 1975 bis 2004. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

 

 

 

Die Studienfächer:

Eine Betrachtung der Studierenden 2004 in ihrer Verteilung auf die Studienfächer des Studienbereichs, zeigt im Wesentlichen die Fächeranteile, die bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern festzustellen sind: Mehr als die Hälfte der Studierenden (60 %) studiert das Kernfach Informatik.

Die Wirtschaftsinformatik ist mit 22 % zweitstärkstes Fach. In der Medieninformatik, dem drittstärksten Studienfach des Bereichs liegt der Anteil der Studentinnen bei fast 25 %. In den vergleichsweise kleinen Studienfächern Bioinformatik und Medizinische Informatik sind die Studentinnen mit 28 % bzw. 38,5 % überdurchschnittlich stark vertreten.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Verteilung der Studierenden auf die Studienfächer

Studienfach Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 11.152 68.161 79.313 14,1 %
Wirtschaftsinformatik 4.810 23.197 28.007 17,2 %
Medieninformatik 1.882 5.780 7.662 24,6 %
Ingenieurinformatik/
Technische
520 7.088 7.608 6,8 %
Computer- u.
Kommunikationstechniken
644 2.707 3.351 19,2 %
Bioinformatik 660 1.693 2.353 28,0 %
Medizinische Informatik 510 815 1.325 38,5 %
Studienbereich gesamt 20.178 109.441 129.619 15,5 %

Angestrebte Abschlüsse:

Im Studienjahr 2004 befinden sich mehr als Dreiviertel der Informatikstudierenden in einem der klassischen Diplomstudiengänge (Universität und Fachhochschule). Rund 17 % der Studierenden sind in einem der reformierten Bachelor- und Masterstudiengänge eingeschrieben.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Studierende nach angestrebtem Abschluss

Angestrebter Abschluss Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 8.415 49.911 58.326 14,4 %
Fachhochschulabschluss 6.696 37.978 44.674 15,0 %
Bachelorabschluss 3.224 14.981 18.205 17,7 %
Masterabschluss 793 3.158 3.951 20,1 %
Promotion 325 1.746 2.071 15,7 %
Lehramt 342 695 1.037 33,0 %
Sonstige 383 972 1.355 28,3 %
Studienbereich gesamt 20.178 109.441 129.619 15,5 %
 

Absolventinnen und Absolventen Informatik 2004

Der Studienbereich:

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Absolventinnen in der Informatik um 47,4 % gesteigert: 2004 schlossen 566 mehr Frauen ein Studium ab als 2003 (2003: 1.193 Absolventinnen, 2004: 1.759 Absolventinnen). Bei ihren männlichen Kommilitonen ist eine Steigerung um 2.300 (33,8 %) Absolventen auf 9.097 festzustellen (2003: 6.797 Absolventen). Der prozentuale Anteil der Absolventinnen stieg 2004 auf 16,2 % und lag damit 1,3 Prozentpunkte höher als in 2003 (14,9 %).

Studienbereich Informatik, Prüfungsjahr 2004:

Absolventinnen und Absolventen

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 1.759 9.097 10.856 16,2 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Informatikabsolventinnen und -absolventen von 1975 bis 2004. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

 

 

Abgelegte Prüfungen:

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich 2004 die Zahl der Absolventinnen und Absolventen, die ihr Informatikstudium mit dem Bachelor abgeschlossen haben, mehr als verdoppelt (2003: 502 Absolventinnen und Absolventen). Bei den Frauen hat sich die Zahl sogar verdreifacht (2003: 88 Absolventinnen). Prozentual ist der Anteil der Absolventinnen höher als bei den klassischen Diplomabschlüssen: 2004 sind fast 22 % der Bachelors Frauen, bei den Masters sind es 22,3 %.

Die folgende Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Absolventinnen und Absolventen auf die im Prüfungsjahr 2004 abgelegten Prüfungen:

 

Studienbereich Informatik, Prüngsjahr 2004:

Absolventinnen und Absolventen

Abgelegte Prüfung Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 404 2.857 3.261 12,4 %
Fachhochschulabschluss 837 4.320 5.157 16,2 %
Bachelorabschluss 264 948 1.212 21,8 %
Masterabschluss 105 365 470 22,3 %
Promotion 51 438 489 10,4 %
Lehramt 98 169 267 36,7 %
Studienbereich gesamt 1.759 9.097 10.856 16,2 %
 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger Informatik 2004

Der Studienbereich

Die seit 2000 rückläufige Entwicklung der Studienanfängerinnenzahlen in der Informatik setzt sich auch in 2004 fort: Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 211 (-3,8 %) Frauen weniger ein Informatikstudium auf (2003: 5.499 Anfängerinnen, 2004: 5.288 Anfängerinnen).

Wahrend die Zahl ihrer männlichen Kommilitonen im Vorjahr noch Zuwächse zu verzeichnen hat, brechen die Anfängerzahlen in 2004 deutlich ein: Die Zahl der Studienanfänger ging um 1.917 (-7,1 %) auf 25.126 Anfänger zurück (2003: 27.043 Anfänger). Aufgrund des stärkeren Rückgangs bei den Studienanfängern stieg der prozentuale Anteil der Frauen leicht um 0,5 Prozentpunkte auf 17,4 % (2003: 16,9 %).

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. FS

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 5.288 25.126 30.414 17,4 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahlen im Studienbereich Informatik von 1975 bis 2004. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

 

 

 

Die Studienfächer:

Der Studienbereich Informatik setzt sich laut Systematik des Statistischen Bundesamtes aus 7 Studienfächern zusammen. Das folgende Tortendiagramm zeigt die prozentuale Verteilung der Studienanfängerinnen und Studienanfänger auf die einzelnen Informatikfächer:

 

 

Bei den Erstsemestern macht das Kernfach Informatik mehr als die Hälfte des Studienbereichs aus: fast 60 % der Studienanfängerinnen und Studienanfänger wählten dieses Fach. Zweitgrößtes Fach ist mit einem Anteil von 22 % die Wirtschaftsinformatik.

Überdurchschnittlich viele Studienanfängerinnen entschieden sich für die kleineren Studienfächer Bioinformatik und Medizinische Informatik, in denen die Frauen einen Anteil von über 30 % bzw. fast 40 % ausmachen.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Verteilung der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. FS auf die Studienfächer

Studienfach Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 2.886 14.918 17.804 16,2 %
Wirtschaftsinformatik 1.193 5.384 6.577 18,1 %
Medieninformatik 540 1.729 2.269 23,8 %
Ingenieurinformatik/
Technische
133 1.617 1.750 7,6 %
Computer- u.
Kommunikationstechniken
197 802 999 19,7 %
Bioinformatik 194 451 645 30,1 %
Medizinische Informatik 145 225 370 39,2 %
Studienbereich gesamt 5.288 25.126 30.414 17,4 %

Angestrebte Abschlüsse:

Ein Viertel der Studienanfängerinnen und Studienanfänger, die 2004 ein Informatikstudium aufnahmen, entschied sich für den neu eingeführten Bachelor. Der Anteil der Studienanfängerinnen liegt mit 17,6 % leicht über dem der klassischen Diplomstudiengänge. In den Masterstudiengängen sogar noch etwas höher: 2004 waren 20,4 % derjenigen, die ein Masterstudium aufnahmen Frauen.

Für die klassischen Diplomstudiengänge (Diplom (U) und Fachhochschulabschluss) schrieben sich 2004 fast zwei Drittel der Erstsemester ein.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2004:

Studienananfängerinnen und Studienanfänger im 1. FS nach angestrebtem Abschluss

Angestrebter Abschluss Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 1.685 8.021 9.706 17,4 %
Fachhochschulabschluss 1.373 7.846 9.219 14,9 %
Bachelorabschluss 1.333 6.232 7.565 17,6 %
Masterabschluss 434 1.697 2.131 20,4 %
Promotion 107 455 562 19,0 %
Lehramt 112 226 338 33,1 %
Studienbereich gesamt 5.288 25.126 30.414 17,4 %
 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger Informatik 2005

Der Studienbereich

Ein Drittel der Frauen und Männer, die 2005 ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium aufnahmen, entschied sich für den Studienbereich Informatik. Von den 35.636 Studienanfängerinnen in dieser Fächerguppe wählten nur 15 % (5.178 Frauen) diesen Bereich. Das folgende Tortendiagramm zeigt die prozentuale Verteilung der Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Studienbereiche:

Tortendiagramm

Quelle: Statistisches Bundesamt 2006

Die seit 2000 rückläufige Entwicklung der Studienanfängerinnenzahlen in der Informatik setzt sich auch in 2005 fort: Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 110 (- 2,1 %) Frauen weniger ein Informatikstudium auf (2004: 5.288 Anfängerinnen, 2005: 5.178 Anfängerinnen).

Auch bei ihren männlichen Kommilitonen setzt sich die rückläufige Tendenz des Vorjahres weiter fort: Die Zahl der Studienanfänger ging um 461 (- 1,8 %) auf 24.655 Anfänger zurück (2004: 25.126 Anfänger). Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt wie im Vorjahr bei 17,4 %.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2005:

Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. FS

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 5.178 24.665 29.843 17,4 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahlen im Studienbereich Informatik von 1975 bis 2005. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

 

Studierende Informatik 2005

Der Studienbereich

Die Zahl der Studierenden bleibt im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert: 2005 befinden sich insgesamt 704 weniger Frauen und Männer in einem Informatikstudium (2004: 129.619 Studierende, 2005: 128.915 Studierende).

Eine Betrachtung der Studentinnenzahl zeigt im Gegensatz dazu allerdings einen sehr deutlichen Rückgang: 2005 studieren 2,3% weniger Frauen Informatik als noch ein Jahr zuvor (2004: 20.178 Studentinnen, 2005: 19.720 Studentinnen). Damit setzt sich die seit 2002 zu beobachtende rückläufige Tendenz der Studentinnenzahl fort. In diesem Zeitraum sank die Zahl der Frauen, die Informatik studieren, um 5,3 %, das bedeutet absolut ein Minus von 1.094 Studentinnen.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2005:

Studierende

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 19.720 109.195 128.915 15,3%

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Studierenden im Studienbereich Informatik von 1975 bis 2005. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

Im Studienjahr 2005 befinden sich 70 % der Informatikstudierenden in einem der klassischen Diplomstudiengänge (Universität und Fachhochschule). Ein Fünftel der Studierenden sind in einem der reformierten Bachelor- bzw. Masterstudiengänge eingeschrieben.

In den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen sind Frauen mit einem Anteil von 16,6 % bzw. 19,8 % prozentual stärker vertreten als in den klassischen Diplomstudiengängen.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2005:

Studierende nach angestrebtem Abschluss

Angestrebter Abschluss Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 7.498 45.765 53.263 14,1 %
Fachhochschulabschluss 5.736 33.904 39.640 14,5 %
Bachelorabschluss 4.422 22.153 26.575 16,6 %
Masterabschluss 1.014 4.107 5.121 19,8 %
Promotion 366 1.882 2.248 16,3 %
Lehramt 286 683 969 29,5 %
Sonstige 398 701 1.099 36,2 %
Studienbereich gesamt 19.720 109.195 128.915 15,3 %
 

Absolventinnen und Absolventen Informatik 2005

Der Studienbereich

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Absolventinnen in der Informatik um 26,8 % gesteigert: 2005 schlossen 472 mehr Frauen ein Studium ab als 2004 (2004: 1.759 Absolventinnen, 2005: 2.231 Absolventinnen). Bei ihren männlichen Kommilitonen ist eine Steigerung um 2.315 (+ 25,4 %) Absolventen auf 11.412 festzustellen (2004: 9.097 Absolventen). Der prozentuale Anteil der Absolventinnen stieg 2005 leicht auf 16,4 % und lag damit 0,2 Prozentpunkte höher als in 2004 (16,2 %).

Studienbereich Informatik, Prüfungsjahr 2005:

Absolventinnen und Absolventen

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 2.231 11.412 13.643 16,4 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Informatikabsolventinnen und -absolventen von 1975 bis 2005. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

Abgelegte Prüfungen

Obwohl Dreiviertel der Studierenden 2005 ihr Studium mit einem Diplom- bzw. Fachhochschulabschluss beendeten, sind die neuen Studienabschlüsse in der Informatik weiter auf dem Vormarsch: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen um knapp 50 % (2004: 1.212 Absolventinnen und Absolventen, 2005: 1.775 Absolventinnen und Absolventen). Prozentual ist der Anteil der Bachelor-Absolventinnen trotz eines leichten Rückgangs immer noch höher als in den klassischen Diplomabschlüssen: 2005 sind 19,4 % der Bachelors Frauen, bei den Masters sind es 20,9 %.

Die folgende Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Absolventinnen und Absolventen auf die im Prüfungsjahr 2005 abgelegten Prüfungen:

Quelle: Statistisches Bundesamt 2006

Studienbereich Informatik, Prüfungsjahr 2005:

Absolventinnen und Absolventen

Abgelegte Prüfung Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 567 3.592 4.159 13,6 %
Fachhochschulabschluss 1.045 5.222 6.267 16,7%
Bachelorabschluss 345 1.430 1.775 19,4 %
Masterabschluss 142 536 678 20,9 %
Promotion 51 469 520 9,8 %
Lehramt 81 163 244 33,2 %
Studienbereich gesamt 2.231 11.412 13.643 16,4 %
 

Links und weiteres Datenmaterial

Nachfolgend finden Sie hier eine Zusammenstellung weiterführender Materialen und Links zu anderen Datenquellen im Internet zum Themenbereich Studium:

pdf Studienabbruchstudie 2005 [341,66 kB | pdf]

 

Informationen zu den Daten

Datengrundlage sind die jeweils im Oktober erscheinenden Studierenden- und Prüfungsstatistiken des Statistischen Bundesamtes destatis, die in der Fachserie 11 als Reihe 4.1 "Studierende an Hochschulen" bzw. Reihe 4.2 "Prüfungen an Hochschulen" veröffentlicht werden. Die vollständige Statistik steht zum kostenlosen Download im Statistik-Shop bereit.

Die Daten der Studienanfängerinnen und Studienanfänger beziehen sich ausschließlich auf das 1. Fachsemester. Bei der Auswertung der Daten wurde das erste Fachsemester zu Grunde gelegt, da so auch Fachwechslerinnen und -wechsler mitberücksichtigt werden.

Die Angaben der Erstemester- bzw. Studierendenzahlen beziehen sich jeweils auf Studienjahre, die aus der Summe des jeweiligen Wintersemesters und des vorhergehenden Sommersemesters gebildet werden. Die Zahlen der Absolventinnen und Absolventen basieren auf Prüfungsjahren, die sich aus der Summe von Wintersemester und nachfolgendem Sommersemester ergeben.

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