Genderaktivitäten beim Wissenschaftssommer 2006
Vom 15. bis 21. Juli drehte sich beim diesjährigen Wissenschaftssommer alles um die Informatik und ihre vielfältigen Einsatzgebiete in Wissenschaft und Alltag. In diesem Jahr gastiert das Wissenschaftsfestival mit seinem umfangreichen Veranstaltungsprogramm in der bayerischen Landeshauptstadt München.
Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit bot im Rahmen des vom Bundesministeriumfür Bildung und Forschung geförderten Projekts "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006" gemeinsam mit Frauen-Technik-Netzen täglich spannende und informative Mach MIT - Aktionen für Schülerinnen an. Darüber hinaus gab es täglich ab 16:30 Uhr die Gelegenheit, sich mit Fachfrauen aus Informatik und Technik auszutauschen.
Zu finden waren wir am Gemeinschaftsstand 44/45 zusammen mit der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) im sehr schönen Alten Rathaus.
15. - 21. Juli 2006
"Mach MIT Aktionen - Informatik für alle + LISA Test"
Angefangen mit der "Langen Nacht der Wissenschaft" boten die Mitarbeiterinnen des Kompetenzzentrum die ganze Woche über Mach MIT Aktionen an und zeigten die Informatik auch schon einmal "unplugged". Tatkräftig unterstützt von den weiteren Projekten am Partnerstand, der Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik der TU München, der Regionalgruppe München der GI und dem Projekt Einstieg Informatik.
Begeistert zeigten sich Besucherinnen und Besucher vom LISA-Praxistest: Der Test für Lustige - Intelligente - Sensible und Aktive Mädchen besteht aus verschiedenen kleinen Übungen mit Spiegel und Bleistift, Schaltkreis und Signalton, Zange und Draht. LISA eröffnete Einblick in das oftmals noch unerforschte Feld der eigenen Kompetenzen und machte bei weitem nicht nur Mädchen Spaß.
Sehr mysteriös: Der EI:CODE! des Projekts "Einstieg Informatik". Auch in München hatten die Kinder großen Spaß die Botschaften zu entschlüsseln.
Mit viel Spaß entdeckten die Besucherinnen und Besucher die Informatik "unplugged". Sortieralgorithmen, die ansonsten verborgen im Computer ablaufen, wurden auf einem Spielfeld sichtbar gemacht. Standen die Mitspielerinnen und Mitspieler zu Beginn mit "ihrer" Zahl nebeneinander in einer unsortierten Zahlenreihe, sah das nach Durchlauf des Spielfelds ganz anders auf: alle standen überraschend schnell in auf- oder absteigender Reihenfolge sortiert nebeneinander. Warum, wurde in zahlreichen Gesprächen erörtert und die Vorteile des parallelen Sortierens wurden den interessierten Schülerinnen und Schülern schnell klar.
Die engagierten Fachfrauen aus Universität, Fachhochschule, Institutionen, Unternehmen und Verbänden, die täglich ab 16:30 Uhr am Stand für Gespräche zur Verfügung standen, trotzten der sommerlichen Hitzewelle. Das von Prof. Susanne Ihsen von der TU München koordinierte Informationsangebot "Ins Gespräch kommen - Fachfrauen in Informatik und Technik im Münchener Wissenschaftssommer 2006" war ein Treffpunkt zum Austauch untereinander und mit interessierten Besucherinnen und Besuchern, die trotz der Hitze den Weg in das Alte Rathaus gefunden hatten. Von der TU München waren Prof. Susanne Ihsen, Dr.-Ing. Kirsten Hilsenbeck und Anna Buschmeyer vertreten, Veronika Turner und Gabriele Ternig von der FH München standen Rede und Antwort, ebenso wie Angelika Reinhard, Maike Prenzlau, Claudia Bergbauer und Katharina Berberich vom VDI-fib, Petra Friedrich vom VDE und Phoebe Günzler von der GI. Darüber hinaus waren Prof. Sissi Closs von der Comet Firmengruppe, Christel Zirwas-Hoffmann von Giesecke & Devrient GmbH, Christiane Wilhelm von Weltbild IT, Andrea Wellhöfer vom Bayrischen Landesamt für Umweltschutz und Elisabeth Seidel von Kompetenz für Frauen e.V. am Stand aktiv.
Montag, 17. Juli 2006
Am Montag programmierte Prof. Schiedermeier von der FH Landshut mit interessierten Schülerinnen "LEGO Mindstorms" Roboter. Dieser Workshop ist Teil des Ferienprogramms "Mädchen machen Technik", das von der Agentur "Mädchen in Wissenschaft und Technik" der TUM organisiert wird.
Hindernisse gab es auf dem nicht sehr geräumigen Stand genug, wer mit seinem Roboter nicht irgendwo anecken wollte, musste ihn schon sehr geschickt programmieren. Dem Einfallsreichtum waren keine Grenzen gesetzt. Rasante Kurven nach links, halsbrecherische Stoppmanöver, mit raffinierten Ideen gelang es den jungen Programmiererinnen mit Bravour den Roboter über einen komplizierten Parcours zu lavieren.
Dienstag, 18. Juli 2006
Eine ganz andere Zielgruppe ins Visier nahm am Dienstag die Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH. Sie informierten die Generation 50 plus über das Online-Jahr 50plus - Internet verbindet .
Sie zeigten allen Interessierten wie das Internet den Alltag bereichern kann: Einkaufen, Reisen buchen, Geldgeschäfte tätigen - alles lässt sich bequem von zu Hause erledigen. Das Kursangebot des Online-Jahr umfasst fünf verschiedenen Themen, in die Interessierte hineinschnuppern konnten: Einkaufen, Finanzen, Gesundheit, Reisen und Sicherheit. Diese interessanten Themen hielten die Seniorinnen und Senioren jedoch nicht davon ab, sich auch mit ihren technischen Kompetenzen auseinanderzusetzen.
Mittwoch, 19. Juli 2006
Ganz im Zeichen der Bildbearbeitung stand der Mittwoch. Der Verein Kompetenz für Frauen der in München die IT-Clubs für Mädchen weiterführt, zeigte einen Ausschnitt aus seinem vielfältigen Angebot und bot den Mädchen die Möglichkeit, sich in der digitalen Bildbearbeitung auszuprobieren. Den Mädchen machte die Möglichkeit der professionellen Bearbeitung von Bildern und Grafiken viel Spaß. Und sie konnten sich natürlich über weitere Kurse informieren, die der Verein bietet, wie Schrauberkurse, Internetrecherche oder Onlinebewerbung.
Donnerstag und Freitag, 20. / 21. Juli 2006
Das Ada-Lovelace-Projekt setzt gezielt Mentoring-Strategien ein: Studentinnen technisch-naturwissenschaftlicher Studiengänge und Frauen in technischen Berufen informieren, beraten und betreuen Schülerinnen. In München wurde in Form eines unterhaltsamen Quiz das IT-Wissen auf den Prüfstand gestellt und die Ada-Mentorinnen stellten darüber hinaus den Besucherinnen "Roberta" vor, eine Roboter Dame.
Die Mädchen konnten "Roberta" mit Hilfe eines Computerprogramms steuern und bedienen. Und einige brachten Roberta noch viel komplexere Dinge bei: so reagierte Roberta auf Licht und konnte sofort erkennen, wenn sie die schwarze Parcours-Umrandung erreichte und rechtzeitig wieder umdrehen musste.
Dokumentation Wissenschaftssommer 2006 [933,10 kB | pdf]

















