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Informatik "unplugged"

Wie funktioniert ein Sortiernetzwerk?

Ganz ohne den Einsatz von Computern - unplugged - grundlegende Konzepte und Methoden der Informatik zu veranschaulichen und durch spielerische Aktivitäten Lust auf Informatik zu machen, ist eines der Anliegen, die wir im Rahmen des Projektes "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006" verfolgen.

Leider gibt es bisher wenig Material, das für den praktischen Einsatz in Schulen oder bei Veranstaltungen eingesetzt werden kann. Mit Informatik "unplugged" wollen wir einen Beitrag leisten, dies zu ändern und Veranstalterinnen und Veranstaltern, Lehrerinnen und Lehrern konkrete Module für die Praxis zur Verfügung stellen.

 

Das hier vorgestellte Workshopmodul Sortiernetzwerke "Besiege die Uhr" ist dem Buch "Computer Science unplugged" von von Tim Bell, Ian H. Witten und Mike Fellows (Quelle: http://unplugged.canterbury.ac.nz) entnommen und wurde im Rahmen des Projektes "Genderaktivitäten im Wissenschaftsjahr 2006" übersetzt, aufbereitet und bereits auf mehreren Veranstaltungen sehr erfolgreich ausprobiert.

Auf Schatzsuche gehen!

Auch die Initiative Einstieg Informatik stellt auf Ihrer Internetpräsenz Workshopmodule bereit, die wir hier mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen. Die Materialien sind ebenfalls dem Buch "Computer Science unplugged" und wurden von Einstieg Informatik übersetzt und aufbereitet.

Das Modul "Schatzsuche" gibt Einblick in die Vorgehensweise von Computern, wenn Symbol- oder Wortsequenzen verarbeitet werden müssen. Für solche Aufgaben werden oft endliche Automaten eingesetzt. Ein endlicher Automat folgt dabei einer Reihe von Anweisungen, um herauszufinden, ob der Computer die Worte und die Symbolfolgen erkennt.Statt Symbole wird hier mit Schatzkarten gearbeitet. Der Workshop geht mit den Teilnehmerinnen ind Teilnehmern auf Schatzsuche.

Schlachtschiffe gesucht!

Dieses Workshopmodul führt in zwei grundlegende und weit verbreitete Techniken ein, die es dem Computer ermöglichen, sehr schnell nach Daten zu suchen. Es wird in das Konzept der linearen und der binären Suche sowie Hashing eingeführt.

Auf der Website der Initiative "Einstieg Informatik" finden Sie weitere Workshops: www.einstieg-informatik.de

Informatik "unplugged" für Mädchen beim UniCamp in Saarbrücken

Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. kooperiert mit dem Max-Planck-Institut für Informatik (MPI): Die UniCamps der Universität des Saarlandes bieten Schülerinnen einen Einblick in die faszinierende Welt der Forschung in Naturwissenschaft und Technik. Im diesjährigen UniCamp hatten die 40 Teilnehmerinnen am 26. Juli im Max-Planck-Institut für Informatik die Gelegenheit, sich der Informatik zu nähern.

Anlässlich des aktuellen Informatikjahrs gestaltete das MPI in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. und dem Projekt "Einstieg Informatik" einen spannenden Tag. Mit einem Mix aus Information, Gesprächen mit Informatikerinnen und eigenen Aktivitäten wurden die Mädchen für die Thematik begeistert.

Sortieralgorithmen und endliche Automaten wurden nicht theoretisch, sondern "unplugged" auf unterschiedlichen Spielfeldern angewandt. So ging es am MPI auf einmal sehr lebhaft zu, als die Mädchen den Weg zu den entscheidenden "Netzwerk-Knotenpunkten" fanden und dort blitzschnell die Entscheidung treffen mussten, in welche Richtung es weitergehen sollte. Die Schülerinnen konnten hinterher sachverständig erklären, woran es gelegen hatte, dass eine Gruppe immer viel schneller sortierte als die andere, "sequentielles Sortieren dauert eben doch länger als paralleles", so eine Teilnehmerin.

Vertieft wurden die Einblicke in informatische Grundprinzipien dann in dem von "Einstieg Informatik" angebotenen Workshop, in dem die Mädchen mit einer einfachen Programmierumgebung den Schwänen auf dem Schwanensee soziales Verhalten beibrachten.

Im Gespräch mit Informatikerinnen lernten die Schülerinnen eine Auswahl aus der Bandbreite an Möglichkeiten kennen, die eine Karriere in der Informatik bereithält. Die Fachfrauen machten den Schülerinnen Mut, sich nicht beirren zu lassen, wenn sie sich für die Informatik entscheiden sollten. Logisches Denken und keine Scheu vor Mathematik seien sicherlich Voraussetzungen für ein erfolgreiches Informatik-Studium, die interessierten Schülerinnen erfuhren aber auch, dass keine der Frauen auf dem Podium ihr Studium mit umfassenden Programmierkenntnissen begonnen hatte.

Am Ende des Tages hatten die Teilnehmerinnen sich einen facettenreichen Einblick in die Informatik verschafft und nicht zuletzt viel Spaß dabei gehabt.

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Die Broschüre Zukunft gestalten: Ich werde Informatikerin! Die pdf-Version finden Sie hier.

 

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