Europäisches Projekt zur Förderung weiblicher IT-Fachkräfte
Um jungen Frauen einen Einblick in das Informations- und Kommunikationstechnologie-Arbeitfeld zu ermöglichen, startete die EU-Kommission die Initiative IT-Girls, bei der junge Frauen einen Tag lang ein weibliches Rollenvorbild begleiten können. Fünf führende Technologieunternehmen (BT, Cisco, Infineon, Motorola und Nokia) beteiligten sich an diesem ersten, in Kooperation mit der Europäischen Kommission durchgeführten Pilotprojekt.
Frauen bringen IKT-Branche nach vorne
Wie die Europäische Kommission mitteilt, absolvieren Immer weniger europäische Frauen einen Hochschulabschluss in der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). "Würden mehr Frauen IKT-Karrieren einschlagen, brächte dies Schwung und Veränderung in diesen wichtigen Wirtschaftssektor in Europa", erklärte Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. Da Europa auf einen Fachkräftemangel in diesem Bereich zusteuert, müssten mehr Frauen zu einem IKT-Studium und zu einer Karriere auf diesem Gebiet bewegt werden. Damit ließe sich die Zahl der Fachkräfte erhöhen und die Kreativität der Frauen wäre darüber hinaus eine Bereicherung, so Reding weiter.
Auf den IKT-Bereich entfallen 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU und vier Prozent der Arbeitsplätze. Die Wachstumsraten dieses Sektors liegen nach wie vor über dem Durchschnitt. 1998 belief sich der Anteil der Informatik-Absolventen auf 2,3 Prozent aller Hochschulabsolventen in der EU und stieg dieser bis 2004 auf vier Prozent. In den USA dagegen auf fünf Prozent. Der Anteil weiblicher Informatik-Absolventen fiel von 25 Prozent im Jahr 1998 auf 22 Prozent im Jahre 2006. In anderen Teilen der Welt ist dieser Anteil höher: Kanada (27 Prozent), USA (28 Prozent) und Südkorea (38 Prozent).
Zudem schaffen es vor allem im IKT-Sektor weniger Frauen, leitende Führungspositionen zu gelangen. Bei etwa 66 Prozent der Telekommunikationsunternehmen ist im Vorstand keine Frau vertreten. Auch bei den 14 größten IT-Unternehmen sind weniger als zehn Prozent der Vorstandsmitglieder Frauen und in der Telekommunikation sind es nur etwa sechs Prozent.
Weitere Informationen unter: http://ec.europa.eu/information_society










