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5. Sicherstellen des Zugangs

Den Zugang zur Internetnutzung für Migrantinnen und Migranten sicherstellen.

These: Medien sind Erfahrungsgüter. Die Entscheidung zur Nutzung von Computer und Internet kann nur vor dem Hintergrund eigener positiver Erfahrung mit dem Medium getroffen werden. Öffentliche Zugangsorte können positive Erfahrungsprozesse unterstützen und begleiten.

 

Begründung: Einige Migrantinnen und Migranten haben in geringerem Maße Zugang zu Computer und Internet als andere Personengruppen. Sie sind häufiger in Berufen tätig, in denen die Nutzung von Computer und Internet keine Rolle spielt, sie verfügen häufiger über geringeres Einkommen sowie über niedrigere formale Bildung. Aufgrund ihrer ökonomischen Situation verfügen sie seltener über einen eigenen Internetzugang. Sind Computer und Internetzugang im privaten Haushalt von Familien mit Migrationshintergrund vorhanden, sind die Nutzungsmöglichkeiten oft ungleich verteilt: Frauen und Mädchen haben geringere Nutzungschancen als Männer und Jungen.

Internetzugangsorte müssen auf die Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten zuge¬schnitten sein. Sie sollen in Orte integriert sein, die von Zugewanderten ohnehin aufgesucht werden, z. B. Beratungsstellen, Migrantenselbstorganisationen, öffentliche Gebäude wie Bibliotheken, Rathäuser, religiöse Einrichtungen sowie Schulen.

Um eine zugewandte Atmosphäre zu schaffen und kompetenten Umgang mit neuen Medi¬en zu erleichtern, ist es wichtig, auch muttersprachliche Betreuung anzubieten. Neben betreuten Zugangsorten können auch unbetreute Zugangsorte helfen, die fehlende Infra¬struktur durch ein entsprechendes Angebot auszugleichen.

Gute Beispiele:

Das Projekt buerger-gehen-online der Stadt Esslingen am Neckar hat in Kooperation mit verschiedenen Einrichtungen 20 öffentliche Internetzugangsorte eingerichtet, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Ein Teil davon ist unbetreut und zeichnet sich durch tägliche lange Öffnungszeiten aus (z. B. in allen Bürgerämtern der Stadt), andere bieten regelmäßige betreute Öffnungszeiten und befinden sich an Orten, die von bestimmten Zielgruppen besonders genutzt werden (z. B. der Bürger-PC-Treffpunkt im städtischen Referat für Migration und Integration). www.buerger-gehen-online.de

Das Ressort Zuwanderung und Integration der Stadt Wuppertal hat das Wuppertaler Integrationsportal gemeinsam mit verschiedenen Akteuren erstellt, auf dem Informationen für Migrantinnen und Migranten bereitgestellt werden. Innerhalb des Projekts wurden Internetzugänge geschaffen, damit auch diejenigen, die über keinen Zugang zu Computer und Internet verfügen, dieses Angebot nutzen können. Die Stadt Wuppertal hat 19 Migrantenselbstorganisationen und Migrantendienste mit Computerarbeitsplätzen ausgestattet. Eine Landkarte zeigt alle öffentlich verfügbaren Zugangsorte inklusive Öffnungszeiten. www.integration-in-wuppertal.de

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