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Neue Wege für Jungs | Boys'Day in Brüssel

"Role of men in gender equality" lautet der Titel einer neuen EU-weiten Studie, welche von L&R Sozialforschung in einem Konsortium mit Dissens (Deutschland, Berlin), INBAS (Belgien, Brüssel) und abz*austria (Österreich, Wien) umgesetzt wird. Begleitet wird die wissenschaftliche Studie von drei Workshops und einer Abschlusskonferenz. In einem der Workshops am 10. November 2011 mit dem Titel "How can men do gender equal work" wird Projektleiterin Doro-Thea Chwalek in Brüssel von den Erfahrungen im Projekt Neue Wege für Jungs vor ExpertInnen aus den EU und EFTA Ländern berichten.

Insgesamt 60 AkteurInnen und ExpertInnen aus den EU und EFTA Ländern geladen, um politische Empfehlungen anhand praktischer Beispiele und wissenschaftlicher Expertise zu diskutieren.

Ziel der Studie ist es, die EU-weit unterschiedliche Rolle von Männern im Gleichstellungsprozess zu klären: Welche Rahmenbedingungen tragen dazu bei, dass sich Männer gleichstellungspolitisch engagieren und sich gleichstellungsorient verhalten?

Dazu sollen drei Bereiche erforscht werden:

  • die Rolle der Männer im Arbeitsprozess (Stichworte: Beteiligung von Männern in frauendominierten Berufsfeldern, Abkehr von der Vollzeit-Fokussierung, Unterstützung weiblicher Karrierewege)
  • die Rolle der Männer im Haushalts- und Reproduktionsbereich (Stichworte: gleiche Beteiligung im Haushalts- und Reproduktionsbereich, Möglichkeiten die Beteiligung von Männern an Betreuungsarbeiten zu erhöhen, positive Effekte auf Männer)
  • die Rolle der Männer im Bereich der Gleichstellungspolitik (Stichworte: Ansätze zur Förderung der Männerbeteiligung, Ressourcen für Frauen-/Gleichstellungs-/Männerprojekte, Motive von "Change Actors" bzw. gleichstellungsresistenten Gruppen).

Namhafte europäische Männer- und GeschlecherforscherInnen bilden das wissenschaftliche Kernteam, welches diese Themenbereich aufbereitet:
Jeff Hearn (University of Linköping, Sweden, and Hanken School of Economics, Helsinki, Finland), Øystein Gullvåg Holter (Centre for Gender
Research, University of Oslo), Majda Hrzeniak (Peace Institute, Ljubljana), Elli und Christian Scambor (Männerberatung Graz), Sophia Belghiti-Mahut (Université de Montpellier).

Zusätzlich geben nationale ExpertInnen aller EU und EFTA Staaten einen Überblick über den Stand der Männerbeteiligung im jeweiligen Land und
möglicher "Good-practice-Beispiele". Erstmalig wird europaweit erhoben, wo und vor allem wie es gelingt Männer für Gleichstellungsanliegen zu
mobilisieren.

Aufgabe von L&R Sozialforschung ist einerseits die Projektleitung sowie das Projektmangement dieser europaweiten Studie (gemeinsam mit Dissens, Berlin) sowie die EU-weite Datenaufbereitung, um im europäischen Vergleich sichtbar zu machen, wie die Gleichstellungssituation in den
verschiedenen EU und EFTA Staaten aus Sicht der Männerbeteiligung einzustufen ist.

Begleitet wird die wissenschaftliche Studie von drei Workshops und einer Abschlusskonferenz, die dazu beitragen sollen, durch die Diskussion der
Ergebnisse mit PolitikerInnen, NGOs, Sozialpartnern, ExpertInnen praxisrelvante Empfehlungen abzuleiten, wie die Beteiligung der Männer bei Gleichstellungsagenden unterstützt werden kann.

Die Studie wird im Auftrag der EU-Kommission im Rahmen des Programms PROGRESS durchgeführt. Weitere Infos: http://ec.europa.eu/social

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