Erste Netzwoche an der Universität Bielefeld
Zum ersten Mal findet im Juni in der Universität Bielefeld die Veranstaltungsreihe Netzwoche mit Themen rund um das Internet statt. Vom 21. bis 25. Juni gibt es bei der Netzwoche Vorträge, Diskussionen, eine Ausstellung und Infostände zu Themen wie Datenschutz und Internet-Aktivismus. Mit der Netzwoche will der AStA auf vielfältige Themen der digitalen Gesellschaft, der Internet-Gesellschaft aufmerksam machen und zu einem kritischen Umgang beitragen. Der Schutz persönlicher Daten ist dabei ein außerordentlich wichtiges Thema. Der AStA der Uni und der Fachhochschule veranstalten die Aktion gemeinsam.
Ein Vortrag zum Thema "Medienkritik durch Funkpiraten" macht am Montag, 21. Juni, den Anfang der Reihe. Der österreichische Aktivist Martin Musić spielt um 18:00 Uhr im Audimin Radiobeiträge von Funkpiraten vor, um die Zuhörer zur Reflexion über ihre Konsumhaltung zu motivieren.
Am Dienstag, 22. Juni, spricht taz-Kolumnist und Friedensaktivist Jean Peters um 18:00 Uhr im Audimin über Strategien für politischen Aktivismus im Internet. Darauf läuft um 20:00 Uhr der Film "The Yes Men fix the World". Der Film dokumentiert die Aktivitäten einer Gruppe, die mit nachgeahmten Präsentationen, TV-Auftritten und Pressemitteilungen auf Umweltsünden und Folgen der Globalisierung aufmerksam machen.
Anwalt Udo Vetter spricht am Mittwoch, 23. Juni, um 18:00 Uhr im Hörsaal 9 über die Strafverfolgung im Internet. Er wird beleuchten, mit welchen Mitteln und wie intensiv Strafverfolgung im Netz stattfindet. Außerdem wird er aufzeigen, mit welcher Hilfe Opfer von Beleidigung, Bestellbetrug oder Identitätsmissbrauch rechnen können. Um das Thema "Freie Software, freies Wissen - freie Gesellschaft?" geht es am Donnerstag, 24. Juni, um 18:00 Uhr im Audimin. Kurt Jansson beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit durch den Einsatz freier Software wie z.B. Linux und der Verwendung freier Lizenzen für Medien und Wissen, wie z.B. bei Wikipedia, die Gesellschaft freier wird. Darauf zeigt Sebastian Lisken vom Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (Foebud e.V.) die Anwendung des Privacydongle, eines präparierten USB-Sticks, der anonymes Internetsurfen ermöglicht.
Zum Abschluss gibt Informatik-Professor Alexander Markowetz von der Uni Bonn am Freitag, 25. Juni, um 18:00 Uhr im Audimin einen Vortrag zum Thema "Suchmaschinen, Datenkraken und andere Ungetüme". Er wird in die Funktionsweise von Suchmaschinen einführen und darstellen, wie sie gesammelte Daten nutzen und wo Missbrauchspotential ist.
Quelle: Neue Westfälische













