Mentoring-Programm für Landkarte der inklusiven Beispiele ausgewählt
Das bundesweit erste Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung ist in die „Landkarte der inklusiven Beispiele“ aufgenommen worden, die von der Koordinierungsstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beim Beauftragten der Bundesregierung für Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, initiiert wurde. Unter dem Motto „Deutschland wird inklusiv“ präsentiert die virtuelle Landkarte der Öffentlichkeit vorbildliche inklusive Beispiele aus Deutschland, bei denen ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen gelebt wird und Barrieren beseitigt wurden.
"Die Landkarte soll nicht nur Mauern in den Köpfen einreißen, sondern auch die Verantwortlichen inklusiver Beispiele öffentlich anerkennen und hierdurch unterstützen“, erläutert der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe.
Die Entscheidung, ob ein vorgeschlagenes Beispiel auf die Landkarte aufgenommen wird, wird von drei Mitgliedern des Inklusionsbeirats getroffen, die selbst mit einer Behinderung leben oder einen Behindertenverband vertreten. Aktuell sind 95 Beispiele auf der Landkarte eingezeichnet.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Aufnahme in die Landkarte mit unserem inklusiven Mentoring-Projekt für Studentinnen mit und ohne Behinderung sichtbar werden. Wir freuen uns besonders, wenn dadurch Nach-ahmerprojekte angeregt werden können“, erklärt Eva M. Welskop-Deffaa, stellvertretende Vorsitzende des Hildegardis-Vereins.
Der Hildegardis-Verein führt das Mentoring-Programm für Studentinnen mit Behinderung seit 2008 mit Unterstützung der Conterganstiftung durch. „Ein Schwerpunkt unseres Programms, das in allen Elementen barrierefrei ist, liegt in den wechselseitigen Lernprozessen von Menschen mit und ohne Behinderung“, erläutert Eva M. Welskop-Deffaa. „Einige Studentinnen (Mentees) mit Behinderung erfahren im Mentoring-Tandem Begleitung durch eine Mentorin bzw. einem Mentor ohne Behinderung und umgekehrt sind im aktuellen Programm auch einige Studentinnen ohne Behinderung aufgenommen worden, die ein Jahr lang von einer Mentorin mit Behinderung begleitet werden. Auf diese Weise sensibilisiert das Programm im unmittelbaren Erleben für die Herausforderungen und Potenziale von Studentinnen und Akademiker/innen mit Behinderung.“
Mit seinem Pilotprojekt für Studentinnen mit (und ohne) Behinderung unterstützt der Hildegardis-Verein junge Frauen in ihrer Studien-, Berufs- und Lebensplanung, indem er jeder Teilnehmerin ein Jahr lang eine berufserfahrene Persönlichkeit mit akademischen Abschluss (Mentor/in) zur Seite stellt. Das Programm wird von der Conterganstiftung bis 2012 gefördert und von der Universität Kassel wissenschaftlich evaluiert. Als Modell soll es andere Träger zur Nachahmung anregen.
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