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Girls'Day ermutigt zu technischen Studiengängen und Berufen

Durch ihre Teilnahme am Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag erobern sich immer mehr junge Frauen einen technischen Studiengang oder Ausbildungsplatz. So haben sich im Wintersemester 2007/2008 in Deutschland 13.300 Studienanfängerinnen im ersten Hochschulsemester für ein ingenieurwissenschaftliches Studium entschieden. Das waren 13% mehr als im Vorjahr. Die Zahl der männlichen Studienanfänger in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften stieg um 8% auf 48.300.

"Der Girls'Day nimmt vielen die Angst vor den vermeintlichen Männerberufen und zeigt, das Frauen hier Karrierechancen haben und Anerkennung bekommen können", so die 19jährige Anja Sommer. Sie studiert Technomathematik an der TU Karlsruhe und die Erfahrungen vom Girls'Day, an dem sie vor drei Jahren teilnahm, haben sie in ihrer Entscheidung erheblich gestärkt. Hochschulen können mit einer Einladung zum Girls?Day punkten und erfolgreich um weiblichen Nachwuchs werben. Jana Ludwig ist mittlerweile 22 Jahre alt und studiert Wirtschaftsinformatik an der TU Chemnitz. Für sie spielte der Girls'Day vor allem bei der Wahl des Studienorts eine große Rolle: "Hätte mir die Uni am Girls'Day nicht gefallen, hätte ich mir wahrscheinlich eine andere ausgesucht." Besonders gefallen habe ihr die Atmosphäre der Hochschule. "Man hatte nicht das erschlagende Gefühl einer Massen-Uni, der Campus war schön überschaubar. Das war einer der Hauptgründe meiner Wahl."

Für das steigende Interesse der jungen Frauen ist vor allem das Girls'Day-Prinzip verantwortlich, speziell Mädchen an diesem Tag willkommen zu heißen. Karolin Jacobs, 22 Jahre alt, hat an der FH Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin ein duales Studium der Mechatronik begonnen. "Am Girls'Day bekommt man einen guten Eindruck davon, wie es an einer FH oder in einem Betrieb abläuft." Besonders wichtig ist für sie das Konzept des Girls'Day: "Die Girls'Day-Teilnehmerinnen können - nur unter Mädels - einfach jede Frage stellen, ohne gleich einen Stempel aufgedrückt zu bekommen typisch Mädchen."

Auch in vielen Ausbildungsberufen in der Metall- und Elektrobranche gibt es einen positiven Trend. Im Jahr 2006 wurden fast 7% der Ausbildungsverträge als Elektroniker/in für Geräte und Systeme von jungen Frauen abgeschlossen, 5% bei den Mechatroniker/innen. Auch die Frauenquote in der Ausbildung Kraftfahrzeugmechatroniker/in steigt, so meldet der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Die Zahl der weiblichen Auszubildenden hat sich seit 2004 fast verdoppelt. Der Anteil weiblicher Lehrlinge in diesem Beruf erreicht damit trotzdem jedoch erst 2%. Mit dem Girls'Day und weiteren Aktivitäten will der Verband diese Quote mittelfristig auf 4% erhöhen.

www.girls-day.de

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