Beschlüsse der Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz zur Auflösung von Rollenbildern
In Nürnberg fand die 22. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder statt. Ein Schwerpunktthema dabei lag in der Diskussion einer Auflösung von Rollenbildern und damit verbundenen Zuschreibungen in unterschiedlichen Kontexten. Nun stehen die die Beschlüsse dieser Konferenz interessierten Bügerinnen und Bürgern online zur Verfügung.
Zentrales Ergebnis der Konferenz ist, dass der Schlüssel zur Gleichberechtigung das Auflösen unzeitgemäßer Rollenbilder ist, da noch immer oft unbewusst veraltete Denkmuster und Rollenzuschreibungen, die für Frauen und Männer als ,passend’ angesehen werden, auf unser Handeln und wesentliche Lebensentscheidungen wie Berufswahl, Arbeitsverteilung in der Familie und vieles mehr wirken. Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister der Länder sind sich einig: Die Wahl des Lebensentwurfs muss eine bewusste Entscheidung im Lichte der individuellen Werte und Fähigkeiten sein, die nicht durch unzeitgemäße Rollenbilder in bestimmte Bahnen gelenkt wird.
"Konkrete Ansatzpunkte sehen wir in den Bereichen Schule, Ausbildung, Medien und Erwerbsleben“, so Bayerns Frauenministerin und Vorsitzende der GFMK 2012, Christine Haderthauer heute zum Abschluss der zweitätigen Hauptkonferenz in Nürnberg. „Unternehmen müssen lernen, dass Teilzeit und die Wahrnehmung von verantwortungsvollen Aufgaben in vielen Bereichen sehr wohl miteinander vereinbar sind. Genauso wichtig ist dabei aber, dass Teilzeit nicht zur Sackgasse wird! Hier müssen neue Lösungswege geprüft werden, etwa ein Rechtsanspruch auf Aufstockung nach einer familienbedingten Teilzeitbeschäftigung. Rollenbilder werden in der Familie geprägt, aber auch Bildungseinrichtungen haben hier eine wichtige Funktion. Wir wollen geschlechtersensiblen Unterricht und Unterrichtsmaterialien, in denen verschiedenste Lebensentwürfe von Frauen und Männern als selbstverständlich dargestellt sind, also auch die berufstätige Mütter in Führungspositionen und in der Familienarbeit engagierte Väter. Gleiches gilt für die Rollenbilder die in Medien präsent sind. Die GFMK fordert daher eine adäquate Repräsentanz von Frauen in den Medien und ein ausgewogenes Bild von weiblichen und männlichen Lebensentwürfen in der Berichterstattung ebenso wie in Kindersendungen, Soap Operas und in der Werbung“, ergänzte Haderthauer, die auch Frauenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung ist.
Die Beschlüsse finden Sie online unter www.gleichstellungsministerkonferenz.de.












